ADAC-Winterreifentest: Quality-Segment schließt auf

Montag, 24 September, 2018 - 16:15
Der ADAC hat 16 Winterreifen in der Dimension 205/55 R16 H und 12 aktuelle Winterreifen in 175/65 R14 T überprüft.

Der ADAC Winterreifentest 2018 zeigt, dass Reifen aus dem Quality-Segment in ihrer Performance weiter an die Erstplatzierten heranreichen: Kleber wird in der Kompaktklasse sogar vor Michelin platziert, Nexen reiht sich vorne im breiten Mittelfeld ein. Continental dominiert mit dem WinterContact TS 860 den aktuellen ADAC Winterreifentest, muss seinen Sieg aber sowohl in der Kleinwagendimension 175/65 R14T, als auch in der Kompaktklassegröße 205/55 R16 H jeweils mit Dunlop beziehungsweise Goodyear teilen.

Der ADAC hat 12 aktuelle Winterreifen für Kleinwagen unter anderem auf Nässe, trockener Fahrbahn, Schnee und Eis überprüft. Dabei diente ein Ford Fiesta als Testwagen. Gewinner in der Dimension 175/65 R14 T sind der Continental WinterContact TS 860 und der Dunlop Winter Response 2. Mit „Bestnoten auf Nässe und Schnee“ kann der Conti-Reifen die ADAC-Tester überzeugen. Sie bezeichnen ihn als „sehr ausgewogenen Winterreifen“, der auch gut auf trockener Fahrbahn sein soll. Ebenso gut auf trockener Strecke ist laut Testresultat der Dunlop Winter Response 2. Er soll zudem  besonders gut auf Nässe und Schnee sowie beim Spritverbrauch sein. Beide Reifen werden mit der Schulnote „gut“ bewertet.

Es folgt ein breites Mittelfeld mit der Note „befriedigend“. Angeführt wird es vom Firestone Winterhawk 3, der mit der „Bestnote auf trockener Fahrbahn“ punktet. Doch im Vergleich zu den Besten sei er etwas schwächer auf Nässe. Auf nasser Strecke und auf Eis kann der Nokian WR D4 punkten, er bekommt aber leichte Abstriche aufgrund seiner „relativ schwachen“ Performance auf Schnee. Es folgt Goodyear mit dem UltraGrip 9, der zwar die „Bestnote beim Verschleiß“ erhält, doch aufgrund „relativ schwach auf Schnee“ keine bessere Platzierung einfährt.

Vier darauffolgende Reifen schneiden mit der gleichen Gesamtnote 2,9 ab. Es sind der Debica Frigo 2 („gut auf Schnee; relativ schwach auch trockener und nasser Fahrbahn“), der Esa-Tecar Super Grip 9 („Bestnote beim Spritverbrauch; relativ schwach auf Schnee“), der Sava Eskimo S3+ („gut auf Schnee; relativ schwach auf trockener und nasser Fahrbahn“) und der Vredestein Snowtrac 5 („gut auf trockener Fahrbahn und auf Schnee; relativ schwach auf Nässe, etwas laut“). Letzter im breiten Mittelfeld der 175er Dimension ist der Premium-Reifen Pirelli Cinturato Winter. Er kann die ADAC-Reifentester weniger auf trockener Fahrbahn überzeugen und auch beim Verschleiß lässt er Punkte. Gut soll er auf Schnee sein.

Noch „ausreichend“ schneidet der Semperit Master-Grip 2 ab. Auch ihm bescheinigen die Reifentester eine gute Performance auf Schnee, auf trockener Fahrbahn hingegen soll er schwach sein. „Mangelhaft“ schneidet der Nankang Snow SV-3 ab. Auch wenn er noch gut auf trockener Fahrbahn sein soll, so liefert er laut Ergebnis eine sehr schwache Performance auf Nässe und Schnee.

Kompaktklasse auf Prüfstand

In der Dimension 205/55 R16 H hat der ADAC 16 Winterreifen auf einem VW Golf unter die Lupe genommen. Mit der „Bestnote auf Nässe und beim Spritverbrauch“ liegt der Continental WinterContact TS 860 zusammen mit dem Goodyear UltraGrip 9 („Bestnote auf Nässe“) auf Platz eins. Somit schneidet der Goodyear mit „gut“ in dieser Dimension ab, während er in der kleineren Größe nur ein „befriedigend“ einfährt. Ebenso die Note „gut“ erhält bei der Kompaktklasse auch die Schwestermarke Dunlop. Der Winter Sport 5 soll sehr ausgewogen sein und besonders auf Schnee überzeugen.

Elf Reifen werden vom ADAC mit der Schulnote „befriedigend“ bewertet. Angeführt wird das breite Mittelfeld vom Kleber Krisalp HP 3 („besonders gut auf Schnee; etwas schwächer auf Nässe“), der sich noch vor den Michelin Alpin 5 platziert. Dennoch bekommt der Michelin die „Bestnote auf trockener Straße und beim Verschleiß“. Sein Spritverbrauch sei jedoch erhöht. Mit gleicher Gesamtnote 2,7 wie der Michelin schneidet der Nexen Winguard Snow’G WH2 ab. Auch er soll einen etwas höheren Spritverbrauch haben, dennoch gut auf trockener Straße sein. Mit gleicher Gesamtnote (2,8) schneiden der Fulda Kristall Control HP2 („noch gut auf trockener Fahrbahn; etwas schwächer auf Nässe und Schnee“) und der Vredestein Snowtrac 5 („besonders gut auf Schnee; relativ schwach auf Nässe“) ab.

Der Premiumreifen Bridgestone Blizzak LM 001 Evo erreicht nur das Mittelfeld. Abstriche bekommt er aufgrund seiner Performance auf Schnee. Hier soll er relativ schwach sein. Dafür erhält er die „Bestnote beim Verschleiß“. Es folgt der Nokian WR D4 mit der „Bestnote auf Schnee und beim Spritverbrauch“. Auf Nässe sei er aber relativ schwach. Der Yokohama BluEarth Winter (V905) soll noch gut auf Nässe sein, relativ schwach jedoch auf trockener Strecke und Schnee. „Relativ schwach auf trockener und nasser Fahrbahn“ sind die beiden Reifen Kumho WinterCraft WP51 und Giti Winter W1. Dennoch fährt der Giti Reifen die „Bestnote auf Schnee“ ein. 

Pirelli erreicht mit dem Cinturato Winter gerade noch die Note „befriedigend“. Er schafft aufgrund seines „relativ schwachen“ Abschneidens auf trockener Fahrbahn keine bessere Platzierung, auch wenn er laut ADAC gut auf Nässe und Schnee ist. Als einziger im Test wird der Semperit Speed-Grip 3 mit der Note „ausreichend“ bewertet. Zwar ist er laut Fazit noch gut auf Nässe, auf trockener Fahrbahn lässt er jedoch, wie der Pirelli-Reifen, wichtige Punkte.

„Sehr schwach auf Nässe“ ist der Laufenn I FIT LW31. Er bekommt in dieser Disziplin die Note „mangelhaft“, ebenso wie im Gesamtergebnis. Da nützt es ihm auch nicht viel, dass er die „Bestnote beim Spritverbrauch“ bekommt.

Mehr zu aktuellen Winterreifentestergebnissen lesen Sie hier.

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akl

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