Pirelli in der Formel 1: Alles neu

Dienstag, 18 April, 2017 - 13:30
Überwacht die stete Weiterentwicklung der Formel 1-Gummis: Mario Isola, Pirelli Head of Car Racing.

Mario Isola (Pirelli Head of Car Racing) spricht im Interview mit AutoRäderReifen-Gummibereifung über die Herausforderungen in der Reifenentwicklung für die neuen Formel 1-Boliden. Mehr Aggressivität, schnellere Rundenzeiten – Pirelli als Reifenausstatter ist ein entscheidender Faktor, die Königklasse im Motorsport spektakulärer und spannender zu machen. 

Die Formel 1 wirkt weitaus aggressiver als in den Jahren zuvor. Wie gefällt Ihnen der Look der neuen Fahrzeuge – welchen Anteil tragen die neuen Reifen?

Die neueste Generation von Autos sieht sicherlich spektakulär aus und die neuen breiteren Reifen sind wichtiger Teil dieses Looks. Am Ende aber folgt die Form der Funktion: Mit den erhöhten Kurvengeschwindigkeiten, die durch die neuen aerodynamischen Regeln in diesem Jahr möglich gemacht wurden, benötigen wir breitere Reifen, die in der Lage sind, den Grip zu erzeugen, der das Auto durch die Kurven bringt. Das Ergebnis ist ein Auto, das nicht nur aggressiver aussieht, sondern auch rund fünf Sekunden pro Runde schneller als 2015 ist – was die gewählte Benchmark war, als die Regeln formuliert wurden. Persönlich mag ich den neuen Look.

Die neuen P Zero-Reifen sind rund 25 Prozent breiter. Worin bestand in der Entwicklung die besondere Herausforderung?

Grundsätzlich bestand die größte Herausforderung darin, den Reifen die zusätzliche Kraft und Stabilität zu verleihen, um bei diesen viel höheren Geschwindigkeiten im Vergleich zur vorherigen Ära zu operieren und um sicherzustellen, dass wir ein Produkt haben, das dem Anforderungsprofil der Teams und des Promoters gerecht wird. Gerade weil die Reifen 25 Prozent breiter sind, bedeutet das nicht, dass es 25 Prozent mehr Energie gibt, die durch den Reifen geht: die Gleichung ist viel komplizierter als nur die mit dramatisch erhöhten Kräften. Wir mussten Reifen entwerfen, die all die verschiedenen Anforderungen erfüllen, ohne allerdings über ein echtes „2017 Spezifikations-Auto“ zu verfügen. Dies war auch ein großer Teil der Herausforderung.

Lesen Sie das komplette Interview von Redakteur Kay Lehmkuhl im Motorsport-Teil der Mai-Ausgabe.

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