„Der digitale Wandel ist disruptiv“

Montag, 10 August, 2015 - 14:15
Das Interesse am 16. Kölner Aftersales Forum war groß – freie Plätze suchte man vergebens.

Ende Juni fand zum 16. Mal das Kölner Aftersales Forum der BBE Automotive GmbH statt. Trends, Zukunftsperspektiven und nachhaltige Marketingstrategien für den Aftermarket wurden aufgezeigt. Wieder einmal wurde deutlich, dass sich der Aftermarket für Pkw-Komponenten im Wandel befindet. Auch wenn keiner der Referenten exakt bestimmen konnte, wie man den Herausforderungen der Zukunft zu begegnen hat, verwiesen alle auf die Bereitschaft zur Veränderung als Schlüssel zum Erfolg.

Die einführenden Zahlen zum Aftermarket für Pkw-Komponenten lieferte erneut Eckhard Brandenburg von der gastgebenden BBE Automotive GmbH. Das Jahr 2014 wird für die Kfz-Branche als insgesamt positives Jahr in Erinnerung bleiben. Mit insgesamt 3,04 Mio. Pkw-Neuzulassungen schloss das Jahr, dies entspricht einem Plus von 2,9 Prozent an Zulassungen gegenüber dem Vorjahr. Auch der für das automobile Aftersales-Geschäft zentrale Fahrzeugbestand hat 2014 um 1,3 Prozent auf 44,40 Mio. Pkw zugelegt – potenziell befinden sich auf deutschen Straßen also mehr zu wartenden oder zu reparierenden Fahrzeuge. Unbestreitbar ist aber auch: Das Teile-, Zubehör-, Reifen- und Servicegeschäft ist angesichts des sich auf allen Ebenen verschärfenden Verdrängungswettbewerbs und der wachsenden Anforderungen noch stärker unter Druck. Im freien Teilegroßhandel ist eine deutliche Intensivierung der Konzentrationstendenzen zu beobachten. Die großen Akteure versuchen durch Käufe von Händlern den Ausbau ihrer Marktpositionen voranzutreiben. Als Gegenreaktion kann man vielfach eine erhöhte Bereitschaft zur „Kooperation“ von Kooperationen beobachten. 

Mit besonderer Spannung wurde der Vortrag von Prof. Dr. Ewald Wessling erwartet. Der Professor für Neue Kommunikationsformen an der Hochschule Hannover und Experte für den digitalen Wandel referierte zum Thema Aftermarket 2.0 – Lernen von Google und Co.. Schonungslos klärte Wessling darüber auf, dass in Zeiten des digitalen Wandels alte Geschäftsmodelle nicht bestehen bleiben können. „Veränderungen vollziehen sich in immer kürzeren Abständen. Der digitale Wandel ist disruptiv – es wird gezielt versucht, Märkte zu unterbrechen“, so der Professor.

Lesen Sie eine ausführliche Berichterstattung in der September-Ausgabe.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Die Zahl der Besucher der „Eurotyre-Konferenz“ dürfte bei den Verantwortlichen keine Begeisterungsstürme entfacht haben.

    Die letztjährige „Eurotyre“-Konferenz des VDI-Wissensforums gewährte Einblicke in die Themen der Zukunft. Die digitale Transformation wird die Branche und die Reifenentwicklung verändern – Reifen werden mehr und mehr zur „intelligente“ Komponente und Teil der Konnektivitätskette im Fahrzeug.

  • Richard Herz hat seine Stelle als CIO (Chief Information Officer) mit Wirkung zum 1. Januar 2017 angetreten.

    kfzteile24 hat sein Management-Team komplettiert. Mit Richard Herz, Dr. Thomas Kloubert und Wolfgang Riegel erweitert das Unternehmen seine Führungsebene und besetzt die Positionen Chief Information Officer (CIO), Director Marketing und Chief Operation Officer (COO) neu.

  • Beiratsvorsitzender Peter Deubzer (l.) und Thies A. Völke, Leiter Partnerbetriebe, eröffneten die First Stop Konferenz.

    Die diesjährige Partnertagung der First Stop im Swissotel in Neuss stand unter dem Motto „Road to the Future – Unser gemeinsamer Weg“. Beim First Stop Konzept wird sich in den nächsten Monaten einiges verändern.

  • Ab 2017 soll die Koelnmesse nachhaltig in der Gewinnzone bleiben.

    2016 ist für die Koelnmesse nach Aussage der Verantwortlichen für lange Zeit das letzte Jahr mit negativem Ergebnis: „Ab 2017 schreiben wir nachhaltig Gewinne und erwarten im Durchschnitt Umsätze jenseits der 300 Millionen Euro“, beschreibt Messechef Gerald Böse die Prognosen. „Bereits 2017 wollen wir – ähnlich wie im Rekordjahr 2015 – wieder rund 320 Millionen Euro erreichen.“