Kenda baut Händlerstruktur in Deutschland auf

Dienstag, 21 November, 2017 - 10:15
Michael Andre, Marketing & Sales Manager Europe - Automotive Tires Kenda Rubber Industrial Co. Europe GmbH, sprach mit der Redaktion über die Pläne, eine Händlerstruktur in Deutschland aufzubauen.

Reifenhersteller Kenda will seine Anstrengungen, im deutschen Markt eine effiziente Händlerstruktur aufzubauen, verstärken. Die Redaktion sprach mit Michael Andre, Marketing & Sales Manager Europe - Automotive Tires Kenda Rubber Industrial Co. Europe GmbH, über die Pläne.

Herr Andre, wie weit sind Sie mit der Umsetzung Ihrer Pläne im deutschen Markt?

Kenda Europe hat mit dem Aufbau einer Händlerstruktur in Deutschland begonnen. Der deutsche Markt ist sehr groß, komplex und wird über vielschichtige Vertriebskanäle versorgt. Daher bedienen wir uns verschiedener Strategien, mit denen wir die bestmögliche Durchdringung und Versorgung des Marktes erzielen können, ohne dass wir in Konflikte hinsichtlich des Ertrags-Aspektes der Marke Kenda kommen. Diesen Weg werden wir fortsetzen und es ist die Zielsetzung von Kenda, für seine Partner eine ertragreiche Marke im Segment Qualitätsreifen zur Verfügung zu stellen.

Können Sie uns Einzelheiten nennen?

Einerseits beliefern wir regionale Reifen-Distributeure im Containergeschäft. Über diese Partner/Strategie wollen wir in erster Linie Werkstätten und Autohäuser erreichen. Unsere Distributionspartner verfügen über einen schnellen Lieferservice bei hoher Verfügbarkeit – auch in der Saison – und ein breites Sortiment. Zur Sicherung der Großhandels-Margen gehen wir selektiv vor.

In unserer letzten Ausgabe (11/2017) haben wir über die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und dem Großhandelsunternehmen de Klok  Banden aus den Niederlanden berichtet. Können Sie uns weitere Informationen dazu geben?

Der sich eventuell aufdrängende Eindruck, dass de Klok die „Kontrolle“ über die Kenda Vermarktung in Deutschland übernehmen werde oder schon übernommen hat, entspricht nicht den Tatsachen und Absichten von Kenda. Die Zusammenarbeit mit de Klok Banden, der als Großhändler fungiert, erschließt uns zusätzliche Kunden im Bereich Reifenhandel. De Klok erreicht Kunden, die aufgrund des antizyklischen Bestellrhythmus, keine Containermengen bestellen oder sich nicht für die Mengen verpflichten wollen.

Das Unternehmen de Klok hat sich zu einem führenden Unternehmen in der Reifendistribution entwickelt und wir kennen die handelnden Personen bei de Klok als zuverlässige und berechenbare Partner. In den gemeinsamen Gesprächen haben wir festgestellt, dass das Unternehmen in Benelux und in Deutschland eng mit Kenda kooperieren will. In den Punkten Distributionskanal und Positionierung von Kenda Reifen haben wir identische Auffassungen. Darüber hinaus lagern Reifen für die Nachlieferungen an die Container Kunden bei de Klok, die Kenda Eigentum sind.  

Welche weiteren Schritte planen Sie in der Zukunft?

Der behutsame Aufbau des Vertriebes und der Marke ist unsere Strategie, genau wie eine kompromisslose Qualität. Dieser Weg verspricht ein ertragreiches Geschäft, und das soll ein wesentlicher Grund sein, Kenda Reifen zu vermarkten.

Können Sie uns schon nähere Informationen zur Starco-Übernahme nennen?

Sie werden verstehen, dass es dafür heute noch viel zu früh ist. Wir analysieren die vorhandenen Strukturen von Starco Deutschland und prüfen, wie wir diese für die Vermarktung von Pkw-Reifen nutzen können.

 

Das Interview führte Chefredakteur Olaf Tewes.

Quelle: 

akl

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