Konzentrationsprozesse im Handel ziehen weiter an

Donnerstag, 1 März, 2018 - 14:00
Juliette Ribbert ist Geschäftsführerin der IHLE tires GmbH.

Der deutsche Reifenhandel bietet eine Fülle von unterschiedlichen Vertriebskanälen und mindestens ebenso vielen Strategien, wie diese zu bearbeiten sind. Da stellt sich die Frage, ob es noch Platz für unabhängige Reifenhändler gibt und wie sie sich zukünftig aufstellen sollen?

In den letzten Monaten haben zahlreiche Übernahmen und Neugründungen zu sehr viel Bewegung im europäischen und deutschen Reifenhandel geführt. Diese Entwicklung wurde von einigen Reifenherstellern ebenso wie von einigen Großhandelsakteuren forciert. Die Akquisition von Reifen.com durch den Reifenhersteller Apollo Vredestein ist da schon fast in Vergessenheit geraten. Aktuell macht Michelin wieder einmal auf sich aufmerksam. Diesmal geht es nicht um Ganzjahresreifen und die sogenannte Long Lasting Performance der Reifen, sondern im Fokus steht  die Sicherung unterschiedlicher Vertriebskanäle in Europa und in Deutschland. Michelin war schon immer mit seiner Reifenkette Euromaster unterwegs. Die dort erwirtschafteten Verluste werden durch die Muttergesellschaft fast immer am Ende des Jahres ausgeglichen. Somit startet Euromaster jedes Jahr wieder mit einem „glatt gezogenen Konto“ in eine neue Saison. Zur Reifenkette Euromaster gesellte sich nun das Reifengeschäft von Meyer-Lissendorf und Ihle Baden-Baden. Außerdem gründeten Euromaster und die Kooperation EFR (Einkaufsgesellschaft Freier Reifenfachhändler) 2015 das gemeinsame Einkaufsnetzwerk Advantico, mit Sitz in Mannheim. Nach eigenen Angaben profitieren davon über 700 Einzelhandelsbetriebe des Reifenfachhandels und Kfz-Services in Deutschland und Österreich. Doch damit nicht genug. Michelin verkündete eine 20- prozentige Beteiligung am Fachmarktkonzept A.T.U. Damit hat sich der Reifenhersteller einen Zugang zu fast jedem möglichen Vertriebskanal gesichert.

Lesen Sie einen ausführlichen Artikel im Kooperationen-Spezial der März-Ausgabe.

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oth/kle

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