Trend-Tacho: Reifenhandel verschenkt Potential

Dienstag, 11 September, 2018 - 13:45
Die KÜS empfiehlt eine regelmäßige Kontrolle der Profiltiefe.

Fast jeder vierte Fahrer (23 Prozent) weiß nicht, welche Reifenmarke aktuell auf dem eigenen Fahrzeug montiert ist. Ebenso nur 23 Prozent der Autofahrer schauen regelmäßig nach dem Zustand ihrer Reifen. Das sind Ergebnisse des aktuellen KÜS Trend-Tachos.

Des Weiteren ergab die Studie, dass der Kauf neuer Reifen von einigen als lästig betrachtet wird, nur jeder vierte männliche Autofahrer hat Spaß daran. Dennoch kaufen die Autofahrer kaum im Billigsegment, sondern wollen Premiumreifen. Positiv für den Reifenhandel hierbei ist, dass die Käufer auf Empfehlungen vertrauen. Beim Kunden wird allerdings Potenzial verschenkt, sagen die Verantwortlichen der KÜS, denn es werden kaum zusätzliche Produkte und Services angeboten. Der Trend-Tacho ergab folgende Wünsche und Bedürfnisse der befragten Autofahrer beim Reifenkauf: Expertenempfehlung, Cross-Selling, Reifen-Flatrate und mobiler Reifenservice.

Laut Studie wurden nur 16 Prozent der Autofahrer beim Reifenkauf ein zusätzliches Produkt oder eine weitere Dienstleistung angeboten. Zumeist werden nur Reifeneinlagerung und Reifenservices wie Auswuchten oder Achsvermessung offeriert. Seltener werden Autoservices, wie zum Beispiel Fahrzeugcheck oder Ölwechsel, zusätzliche Leichtmetallfelgen oder Reifenversicherungen angeboten. In den seltensten Fällen wird Kfz-Zubehör, wie Wischerblätter oder Batterien oder eine Finanzierung der Reifen angeboten.

Des Weiteren können sich 16 Prozent der Befragten vorstellen, die Reifen nicht mehr zu kaufen, sondern eine monatliche Nutzungsgebühr zu zahlen. 43 Prozent zeigen Interesse an diesem Konzept. Einen mobilen Reifenservice finden 12 Prozent der Befragten sehr interessant und 32 Prozent interessant.

Quelle: 

akl

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Im "rezulteo Trend-Barometer" sind die beliebtesten Marken je nach Land entweder Michelin oder Goodyear. Bildquelle.

    Das Reifenvergleichsportal rezulteo hat anhand der Kundenauswahl in seinem "rezulteo Trend-Barometer" erneut die beliebtesten Reifenarten und die beliebtesten Marken herausgefiltert. Neu ist diesmal ein länderübergreifender Vergleich. Wie sich im Rückblick zeigt, beeinflussen sowohl klimatische Bedingungen als auch Gesetzesvorgaben das Suchverhalten der Website-Nutzer

  • Rezulteo betreibt Reifenvergleichsportale in verschiedenen Ländern. Bildquelle: rezulteo

    Das Reifenvergleichsportal rezulteo hat in seinem aktuellen „Trend-Barometer“ ausgewertet, wie hoch im vierten Quartal 2018 die Nachfrage in Deutschland nach Winterreifen auf rezulteo war und welche Reifenmarken am beliebtesten waren. Im untersuchten Zeitraum erfolgten laut rezulteo die meisten Webseitenbesuche (22,55 Prozent) aus Nordrhein-Westfalen, gefolgt von Nutzern aus Bayern (17,38 Prozent) und Baden-Württemberg (15,31 Prozent).

  • Nähere Informationen zum BAB und zur Beantragung gibt es auf der Website der Bundesagentur für Arbeit. Bildquelle: BAB/ Gummibereifung.

    Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V. (BRV) informiert darüber, dass das Bundeskabinett vor wenigen Tagen eine Gesetzesänderung beschlossen hat, wonach die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB) für Auszubildende, die nicht mehr bei ihren Eltern leben, deutlich steigen soll. So soll der Höchstbetrag für Lebensunterhalt und Wohnen ab 1. August 2019 von derzeit 622 Euro auf monatlich 716 Euro erhöht werden. Zum 1. August 2020 ist dann eine weitere Erhöhung auf 723 Euro pro Monat vorgesehen.

  • Die Arbeitsgemeinschaft zertifizierter Altreifenentsorger (ZARE) rechnet mit "signifikanten Mehrkosten" für Handel und Werkstatt in der Altreifenentsorgung.

    Die Arbeitsgemeinschaft zertifizierter Altreifenentsorger (Zare), organisiert im Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV), rechnet bereits in diesem Jahr mit "signifikanten Mehrkosten" für Handel und Werkstatt in der Altreifenentsorgung. Basis für diese Annahme ist eine Umfrage, die der BRV unter den Zare-Betrieben durchgeführt hat. Bereits in der Vergangenheit hätten sich die Kosten für eine professionelle und umweltgerechte Entsorgung erhöht.