Reifen Helm und Haweka entwickeln Terra 2.0

Freitag, 5 Januar, 2018 - 09:15
Antonio Magalhaes, Gebietsleiter Hamburg (l.) und Christian Kollmeyer, Vertriebsleiter HAWEKA Werkstatt-Technik (r.), sind von der Haweka Terra 2.0 überzeugt.

In Zusammenarbeit mit der HAWEKA Werkstatt-Technik Glauchau GmbH und Reifen Helm entstand die elektrohydraulische Reifenmontiermaschine für Landwirtschafts- und Erdbewegungsmaschinen HAWEKA Terra 2.0. Nachdem der Prototyp ein Jahr lang bei Reifen Helm in der Hamburger Filiale Wilhelmsburg im Einsatz war, ist die Maschine seit nun etwa zwei Jahren in Serie erhältlich.

„Solch eine robuste und für unsere Einsätze geeignete Maschine haben wir bisher noch nicht im Markt gefunden“, lobte Antonio Magalhaes, Gebietsleiter Hamburg bei Reifen Helm, die Reifenmontiermaschine. Seit 28 Jahren ist er im Unternehmen tätig und hat durch seine langjährige Branchenerfahrung gute Vergleichsmöglichkeiten. Vier Maschinen mit ähnlicher Funktion sind bei der Hamburger Reifen-Helm-Filiale im Einsatz – drei davon sind aus der ersten und zweiten Generation der HAWEKA-Montiermaschinen. Welche Kräfte eine solche Maschine aufbringen muss, um Reifen bis zu zwei Tonnen bedienen zu können, wurde bei einem Besuch in der Reifen-Helm-Filiale deutlich. Dort werden pro Jahr ein paar Tausend Reifen montiert.

„Die Terra 2.0 überzeugt durch die Aufnahme extrem hoher Radgewichte und sehr großer Dimensionen. Vorteil der Maschine ist außerdem, dass sie ohne Zusatzklauen verwendbar ist“, erklärte Christian Kollmeyer, Vertriebsleiter HAWEKA Glauchau. Eine stufenförmige Spannklaue erlaubt das Aufspannen ab 90 Millimetern. Die Abdrückkraft der Maschine ermöglicht außerdem die Montage und Demontage von sehr schwierigen Reifen, die lange im Einsatz waren, etwa auf Baustellen, Häfen und Zechen. „Reifen, die lange im Einsatz und hohen Belastungen ausgesetzt waren, sowie äußerlichen Einflüssen wie zum Beispiel Frostschutzmittel, die die Felge angegriffen haben, sind natürlich schwerer zu bearbeiten als Neureifen. Wichtig ist, dass der Monteur sich hier die entsprechende Zeit nimmt, den Reifen zu montieren“, erläutert Kollmeyer.

Im Vergleich zum Vorgängermodell hat die Terra 2.0 an Größe dazugewonnen. Entsprechend habe man eine umfangreiche Reihe an Bauteilen verstärkt. Aufgrund ihrer Dimension erfordert die neue Terra 2.0 eine größere Grundfläche in der Werkstatt als andere Lkw-Maschinen. Doch wer bereits ähnliche Modelle in seiner Werkstatt installiert hat, kann ältere Maschinen durch die Terra 2.0 meist problemlos an derselben Stelle ersetzen. Wie der HAWEKA-Vertriebsleiter mitteilt, kostet die Terra 2.0 etwa 15 Prozent mehr als vergleichbare, kleinere Maschinen von Marktbegleitern. „Doch die Mehrkosten amortisieren sich erfahrungsgemäß nach kurzer Zeit, da immer größere und schwerere Rad-Reifen-Kombinationen im Markt anzutreffen sind“, so Kollmeyer. Vertrieben wird die HAWEKA Terra 2.0 überwiegend in Deutschland, vereinzelt auch in Luxemburg und Polen. Sechs Mitarbeiter sind hierfür im Außendienst tätig. Zusätzlich stehen 14 eigene Servicetechniker sowie Subunternehmer zur Verfügung. Während der Großteil der Mitarbeiter am Firmensitz in Glauchau beheimatet ist, sind sechs der Außendienstler und Servicetechniker strategisch günstig im Bundesgebiet verteilt.

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akl

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