Runderneuerung: „Intensive Aufklärungsarbeit notwendig“

Mittwoch, 25 Oktober, 2017 - 11:45
Hier wird der Laufreifen aufgetragen.

Die Runderneuerungsbranche befindet sich im Wandel und steht vor einigen Herausforderungen. Die Anforderungen und Dimensionen haben sich in den letzten Jahren verändert, zugleich ist die Qualität gestiegen. Die Redaktion besuchte das Runderneuerungswerk von Emigholz in Bremen. Dort produziert das Unternehmen seit 1984 runderneuerte Reifen für Lkw nach dem Bandag-Kalterneuerungsverfahren.

Obwohl den Worten Dirk Beinhoffs, Leiter des Runderneuerungswerkes von Emigholz, runderneuerte Lkw-Reifen enorme Vorteile bieten, greifen Transportunternehmen immer häufiger auf preisgünstigere und nicht erneuerbare „Low-End-Reifen“ zurück. Dies wiederum hat Folgen für die Branche: Laut einer Studie von Ernst & Young ist der Markt in den EU-Staaten Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien und Großbritannien in den letzten sieben Jahren der Markt um 20 Prozent zurückgegangen. Auch Emigholz bekam dies zu spüren. „Noch vor einigen Jahren haben hier zehn Mitarbeiter etwa 10.000 runderneuerte Reifen pro Jahr gefertigt“, so Dirk Beinhoff. Jetzt produziert die Runderneuerung eigenen Angaben zufolge rund 8.000 runderneuerte Lkw-Reifen jährlich. Zudem musste die Mitarbeiterzahl von neun auf sechs begrenzt werden.

Dabei legt Emigholz hohen Wert auf langjährige Mitarbeiter und die Nachwuchsförderung. Manche sind seit über 30 Jahren, andere, wie zum Beispiel Ralf Mazzoni, bereits seit 1975 im Runderneuerungswerk beschäftigt. Ihre Erfahrungen und Wissen sind für Emigholz sehr wichtig und entscheidend für die Qualität der Runderneuerten. „Im gewerblichen Bereich ist es heutzutage schwierig, Nachwuchskräfte zu finden“, weiß auch Beinhoff zu berichten. „Wir bilden aus und freuen uns, wenn wir Auszubildende, wie Jason Lankenau, übernehmen können.“ 

Um der rückläufigen Produktion entgegenzuwirken, ist eine intensive Aufklärungsarbeit notwendig, weiß auch Beinhoff. Vor allem das Image runderneuerter Lkw-Reifen muss wieder besser werden.

Den kompletten Artikel lesen Sie in der Dezember-Ausgabe von AutoRäderReifen-Gummibereifung.

 

Quelle: 

akl

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • In der Werkshalle von „Reifen Lorenz“ in Feuchtwangen werden die Lkw-Reifen-Runderneuerung und die Reparatur von Großreifen durchgeführt.

    Im fränkischen Städtchen Feuchtwangen befindet sich eines von drei Großreifen-Reparaturwerken der „Reifen Lorenz“- Gruppe. Das 1921 gegründete Familienunternehmen, in dritter Generation vom Kaufmann und Vulkaniseur-Meister Hermann Lorenz geleitet, ist primär Einzelhändler in Nordbayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Neben dem Verkauf von Reifen und Alufelgen mit dazugehörigem Service sowie dem markenunabhängigen Kfz-Service spielt aber auch die Lkw-Reifen-Runderneuerung eine wichtige Rolle.

  • „AutoRäderReifen Gummibereifung“ ist exklusiver Medienpartner des "KREATIVPREIS 2018".

    Der Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV, Bonn) zeichnet seit vielen Jahre Lösungen und Produkte mit hoher Innovationskraft und Kreativität der deutschen Reifenbranche aus. Zur Premiere der Weltleitmesse THE TIRE COLOGNE am neuen Messeplatz Köln lobt der Branchenverband zusammen mit Partnern jetzt erstmals den "KREATIVPREIS" in zwei Rubriken aus. Neben dem "KREATIVPREIS" Handel wird auch ein "KREATIVPREIS" Industrie vergeben. AutoRäderReifen Gummibereifung ist exklusiver Medienpartner.

  • Michelin X-TWEEL SSL, eine luftlose Rad-Reifen-Kombination, ist ab sofort auch auf dem europäischen Markt erhältlich.

    Die luftlose Rad-Reifen-Kombination Michelin X-TWEEL SSL ist ab sofort auch auf dem europäischen Markt erhältlich. Seit Jahresstart steht Nutzern von Kompaktladern, sogenannte Skid Steer Loader, die Rad-Reifen-Kombination in zwei Ausführungen und Dimensionen zur Wahl: Michelin X-TWEEL SSL All Terrain für den flexiblen Einsatz auf unterschiedlichen Bodenarten und Michelin X-TWEEL SSL Hard Surface für den Einsatz auf harten Untergründen wie Asphalt oder Beton.

  • Daniel Fuchs steigt in die Geschäftsführung bei der CARTEC Autotechnik GmbH ein.

    Roland Fuchs, Inhaber des schwäbischen Smart Repair Unternehmens CARTEC Autotechnik Fuchs GmbH, leitet den Generationenwechsel ein: Seit Januar wird der 61-jährige Firmengründer von seinem ältesten Sohn Daniel Fuchs in der Geschäftsführung unterstützt.