Runderneuerung: Wittke kündigt Unterstützung an

Donnerstag, 7 April, 2016 - 14:45
Christian Stiebling (l.) erklärte Oliver Wittke von der CDU die Möglichkeiten der Runderneuerung.

Bei einem Besuch von „Reifen Stiebling“ kündigt Oliver Wittke (CDU), Mitglied des Verkehrsausschusses im Bundestag, Unterstützung im Kampf um die Runderneuerung an. Wittke stellte sich beim Besuch des Herner Unternehmens ganz auf die Seite des Reifen-Fachhandels: „Die Entscheidung des Bundesrechnungshofes, die Förderung zu stoppen, kann ich nicht nachvollziehen. Es darf nicht wahr sein, dass dadurch Unternehmen in Existenznöte fallen.“

Der Bundespolitiker will das Problem der gestrichenen De-miniminis-Förderung von runderneuerten Reifen im Finanzministerium bei Staatssekretär Jens Spahn (CDU) ansprechen und zudem versuchen, „im Einvernehmen mit dem Bundesrechnungshof eine Lösung zu finden“. Für 2016 sei „das Kind zwar bereits in den Brunnen gefallen“, aber, so Wittke: „Ich habe den Glauben an die Schlagkraft guter Argumente und an den gesunden Menschenverstand nicht verloren. Dass zum Beispiel ein so gesunder und gut aufgestellter Betrieb wie Reifen Stiebling durch die Regelung des Bundesrechnungshofes Schaden nimmt, darf einfach nicht sein.“ Christian Stiebling gab bei der Betriebsbesichtigung seinem Besuch aus Berlin schlagkräftige Argumente an die Hand: „Deutschlandweit hängen ca. 2.000 Arbeitsplätze an der Runderneuerung, vor allem im Mittelstand. Bei uns sind alleine 18 Arbeitsplätze davon betroffen, zudem ist der Ausbildungsberuf des Vulkaniseurs gefährdet.“ Noch habe er selbst in seinem Unternehmen Entlassungen vermieden, obwohl „wir schon im ersten Quartal 2016 die Folgen dieser völlig unverständlichen Entscheidung zu spüren bekamen“. So habe „Reifen Stiebling“ in seinen zwölf Filialen im Ruhrgebiet und am Niederrhein deutlich weniger runderneuerte Reifen als üblich verkauft, was für einen erheblichen Umsatzrückgang sorgte. Noch mehr betroffen seien mittelständische Reifen-Fachhändler, die sich komplett auf die Runderneuerung spezialisiert haben – „dort gab es bereits Entlassungen“, sagte Stiebling-Prokurist Hubertus Mönkemöller.

Warum und wie der Verkehrspolitiker Oliver Wittke sich dafür einsetzen möchte, dass die gestoppte Förderung 2017 wieder aufgenommen wird, lesen Sie in der Mai-Ausgabe.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Hier wird der Laufreifen aufgetragen.

    Die Runderneuerungsbranche befindet sich im Wandel und steht vor einigen Herausforderungen. Die Anforderungen und Dimensionen haben sich in den letzten Jahren verändert, zugleich ist die Qualität gestiegen. Die Redaktion besuchte das Runderneuerungswerk von Emigholz in Bremen. Dort produziert das Unternehmen seit 1984 runderneuerte Reifen für Lkw nach dem Bandag-Kalterneuerungsverfahren.

  • Berichte über illegalen Altreifenentsorgungen häufen sich besonders zu den Umrüstphasen.

    Die Umrüstsaison lauft an - die Initiative ZARE sieht den Reifenwechsel im Fachbetrieb als gute Gelegenheit, sich zu erkundigen, wie im gewählten Betrieb die Altreifenentsorgung gehandhabt wird.

  • Bridgestone stellte auf der NUFAM aus.

    Mit Bandag sowie dem Total Tyre Care Konzept, einem Kosten- und Reifenmanagement für Fuhrparks, zeigte Bridgestone ein breites Themenspektrum am Messestand auf der NUFAM. Weitere Highlights waren die neuen R-STEER 002 und R-DRIVE 002 für Medium- und Leicht-Lkw sowie das Neureifenprodukt RW-Drive 001 für den Wintereinsatz.

  • Marangoni klärte während eines Seminars über die Vorteile der Runderneuerung auf.

    Dass sich mit runderneuerten Premium-Reifen Kosteneinsparungen erzielen lassen, sollte das von Fedima Tyres mit der Unterstützung von Marangoni Retreading Systems ausgerichtete Seminar über Qualitäts-Retreading deutlich machen. 25 Lkw-Reifenhändler nahmen Anfang Oktober an dem Seminar in Alcobaça, Portugal, teil.