"Neue Marken" lassen aufhorchen

Donnerstag, 28 Februar, 2019 - 12:45
Überraschungsprofil im Sommerreifentest der AutoBild: Der Emera A1 KR 41.

Nach Ansicht der Reifentester der AutoBild drängen im Feld der Sommerreifen neue Marken mit „überzeugenden Leistungen“ in den Markt. Für eine große Überraschung sorge beispielsweise die Marke Kenda mit ihrem Profil Emera A1 KR41.

Der Sprung in die erste Reifen-Liga gelingt laut dem Medium außerdem Apollo und Maxxis. Die Beurteilungen dürfen nach Ansicht unserer Redaktion auch gleich als Auftrag zur Kontinuität gedeutet werden. Gute Testergebnisse sind eine schöne Vorlage für Marketing-Abteilungen, wirklichen Impact beim Endverbraucher generiert eine Marke aber nur durch konstant gute Ergebnisse in den Prüfeinheiten verschiedener Instanzen.

Als „Unterstützer“ des Tests werden die Hersteller Continental, Goodyear, Hankook, Nokian und Vredestein aufgeführt. Deren Produkte schaffen es ebenfalls, sich in den Testeinheiten zu profilieren. Das Podium erklimmt Michelin mit seinem Pilot Sport 4. Dieser ist „fahrdynamisch eine Klasse für sich“. Vorbildlich sei auch die Laufleistung. Als Schwächen werden das „hohe Preisniveau“ und der „durchschnittliche Rollwiderstand“ aufgeführt. Wird man im Hause Michelin wohl nicht so gern lesen, vermarktet man seine Produkte doch zentral über den Nachhaltigkeitsfaktor. Der Zweitplatzierte Goodyear Eagle F1 Asymmetric 5 erhält auch das Prädikat „Eco-Meister“, ursächlich hierfür ist wohl die „herausragende Laufleistung“. Informationen zur Test-Prozedur in der Disziplin Laufleistung veröffentlicht die AutoBild in sehr rudimentärer Weise. Das dritte Treppchen sichert sich der Falken Azenis FK510. Falken zeigt nun bereits seit Jahren eine große Konstanz in Sachen Produktqualität. Im neuen Urteil „ausgewogene Fahreigenschaften auf nasser und trockener Piste“ vergrößert sich mit Blick auf den Preis und das Margenpotenzial für Händler die Relevanz der Marke. Ohne Zweifel: Falken ist weiter auf dem Vormarsch.

Als „vorbildlich“ erweisen sich auch der Hankook Ventus S1 evo3 („ausgewogenes Leistungspotenzial“, „beste Verzögerung bei Nässe“), der Continental PremiumContact6 („ausgewogen sicheres Fahrverhalten auf nasser Piste“, „gute Wirtschaftlichkeit“) und der Fulda SportControl2 („“sportliches Sommerprofil mit dynamischen Handlingqualitäten“).

Im Feld der „guten“ Reifen finden sich der Nokian Wetproof („Nässespezialist mit bester Seitenführung“), der Pirelli PZero („Spitzensportler mit besten fahrdynamischen Handlingqualitäten“, „mäßige Laufleistung“), der Sava Intensa UHP2 („bestes Preis-Leistungs-Verhältnis“) sowie der Apollo Aspire XP („kraftstoffsparender Rollwiderstand“, „untersteuerndes Trockenhandling“). Sportlich dynamisches Nasshandling und kurze Bremswege erkennen die Tester beim „guten“ Bridgestone Turanza T005, der im ADAC-Test den Gesamtsieg erringt. Es ist immer noch höchst erstaunlich, warum das japanische Profil im Test der AutoZeitung mit langen Nass-Bremswegen auffällig wird. Zufriedenheit dürfte im Hause Vredestein und Dunlop herrschen: Der Ultrac Vorti („kurze Nass- und Trockenbremswege“) wird wie der Sport Maxx RT2 („überzeugendes Fahrverhalten und kurze Bremswege auf trockener Piste“) als „gut“ bezeichnet.

Die „befriedigenden“ Reifen lauten in diesem Jahr Yokohama Advan Fleva V701 („mäßiger Grip und Lenkpräzision bei Nässe“), Toyo Proxes Sport („geringe Laufleistung und erhöhter Rollwiderstand“), Kleber Dynaxer UHP („nur befriedigende Nässequalitäten“), Maxxis Premitra 5 („günstiger Preis“, „leicht untersteuerndes Fahrverhalten“) und Firestone Roadhawk („kurze Trockenbremswege“, „eingeschränkte Lenkpräzision“). Auch der Kenda Emera A1 KR 41 („kurzer Trockenbremsweg“, „zu geringe Kilometerleistung“) und der Kumho Ecsta PS71 („ordentliches Trockenhandling“, „deutlich zu geringe Kilometerleistung“) schaffen es bei der AutoBild unter die besten 20 Bremser.

Die AutoBild wertet die Kapitel „Nass“ und „Trocken“ in der Gesamtwertung mit je 40 Prozent, das Kostenkapitel taucht mit 20 Prozent auf. Getestet wurden Reifen in der Dimension 225/45 R17. Den Trend zu „Ganzjahresreifen“ thematisiert das Team kurz am Rande. Das Konzept „AllSeason“ funktioniere, auch da sich der Autofahrer den „lästigen Wechsel“ und zusätzliche Kosten durch einen zweiten Felgen- und Reifensatz spare. Mal sehen, ob die angekündigten Tests des Springer-Titels die Leistungsdifferenzen in den sicherheitsrelevanten Disziplinen zu den Saisonspezialisten herausarbeiten.

Mehr Ergebnisse aktueller Sommerreifentests lesen Sie hier.

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