wdk sieht vielfältige Branchen-Herausforderungen

Mittwoch, 20 November, 2019 - 12:15
Die wdk-Herbsttagung stand unter dem Motto „Vorhalten – Mithalten – Nachhalten“. Bildquelle: wdk.

Unter dem Motto „Vorhalten – Mithalten – Nachhalten“ fand am 18. November die diesjährige Herbsttagung des Wirtschaftsverbandes der deutschen Kautschukindustrie statt. Von der konjunkturellen Lage über die Rohstoffmärkte bis hin zu Fragen von Industriepolitik und Nachhaltigkeit wurde in Frankfurt am Main eine Vielzahl künftiger Branchen-Herausforderungen diskutiert.

Trotz der zu erwartenden Herausforderungen und zunehmend unvorhersehbareren Märkten sieht Jürgen John, Vize-Präsident des wdk, die Verbands-Unternehmen strategisch gut aufgestellt: „Wir alle setzen als Premiumanbieter auf einen Qualitätswettbewerb statt auf einen Preiswettbewerb.“ Gleichzeitig mahnte er aber verlässliche politische Rahmenbedingungen und Akzeptanz am Wirtschaftsstandort Deutschland an. Hierzu sei es nötig, dass die Bundespolitik ihre Wertschätzung für die deutschen Industrieunternehmen und deren Verbände wiederentdecke.

Weitere Redner auf der Tagung waren Prof. Dr. Dalia Marin (TUM School of Management, TU München), die über „Industriepolitik im digitalen Zeitalter“ referierte sowie Julija Menise (The Dragonfly Initiative), deren Vortrag sich um das Thema Nachhaltigkeit bei der Naturkautschuk-Produktion drehte. Michael Berthel, wdk-Chefvolkswirt, beleuchtete die Branchenperspektive im Hinblick auf die Krise der Automobilindustrie. Aufgrund der eingetrübten Branchenkonjunktur prognostizierte er für das Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzminus von etwa fünf Prozent und für 2020 bestenfalls eine Stagnation.

Nach der anschließenden Podiumsdiskussion erläuterte George Sulkowski (Corrie MacColl International) in seinem Beitrag die Zusammenhänge in der weltweiten Kautschukindustrie. Neben aktuellen Besonderheiten in einigen der naturkautschukproduzierenden Länder beschäftigte sich Sulkowski auch mit der derzeitigen und zukünftigen weltweiten Verfügbarkeit von Naturkautschuk.

Lesen Sie den vollständigen Bericht in der Januar-Ausgabe von AutoRäderReifen-Gummibereifung.

Quelle: 

dw

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • GVA-Präsident Hartmut Röhl unterstrich die Bedeutung des Austausches.

    Rund 290 Branchenakteure informierten sich auf dem diesjährigen Kongress des Gesamtverbandes Autoteile-Handel e.V. (GVA) über ein Themenspektrum im Kfz-Ersatzteil- und Servicemarkt, das zum Teil über den sprichwörtlichen „Tellerrand“ des Alltagsgeschäfts in den Unternehmen hinausging. Der Fokus lag auf unternehmerischen Aspekten und wettbewerbspolitischen Perspektiven der Branche.

  • Anish K. Taneja, Präsident der Michelin Region Europe North, will ein motivierendes Arbeitsumfeld schaffen.

    Laut einer Studie des F.A.Z.-Instituts gehört Michelin zu den begehrtesten Arbeitsgebern hierzulande. Zusammen mit dem IMWF Institut für Management- und Wirtschaftsforschung wurden aus den 10.000 größten Firmen Deutschlands die 500 begehrtesten Unternehmen in unterschiedlichen Branchen ermittelt.

  • Pirelli ist eigenen Angaben zufolge das weltweit erste Reifenunternehmen, das von intelligenten Reifen ermittelte Informationen über die Fahrbahnoberfläche über das 5G-Netz überträgt.

    Pirelli ist eigenen Angaben zufolge das weltweit erste Reifenunternehmen, das von intelligenten Reifen ermittelte Informationen über die Fahrbahnoberfläche über das 5G-Netz überträgt. In Turin präsentierte das Unternehmen die Anwendung World-first 5G enhanced ADAS-Service.

  • Der VW ID. R stellte auf Bridgestone-Reifen 2019 mehrere Rekorde auf. Bildquelle: Bridgestone.

    Im vergangenen Jahr konnte Bridgestone EMEA mit zahlreichen Neuerungen aufwarten. Die Einführung der neuen Leichtbau-Reifentechnologie Enliten, neue OE-Partnerschaften sowie Innovationen im Bereich der CASE-Mobilität – beim japanischen Branchenriesen hat sich 2019 einiges getan. Mit den Entwicklungen sind die Verantwortlichen zufrieden.