Wertschöpfungskette nutzen

Donnerstag, 7 Februar, 2019 - 14:15
Gebhard Jansen ist Geschäftsführer der Gundlach Automotive Holding.

Die Redaktion sprach mit Gebhard Jansen, Geschäftsführer der neu gegründeten Gundlach Automotive Corporation (GAC), über deren Ziele.

Herr Jansen, die Ankündigung der Pon Holding, sich von der Pon Tyre Group zu trennen, kam für die Branche sehr überraschend. Was waren die Hauptgründe?

Gebhard Jansen: Die Nachricht mag für den Markt überraschend gewesen sein, wie bei solchen Prozessen üblich. Die beidseitige strategische Entscheidung ist allerdings bereits Mitte 2017 getroffen worden. Solch ein substanzieller Schritt – immerhin tragen wir die Verantwortung für fast 800 Arbeitnehmer und eine ganze Firmengruppe – muss natürlich akribisch vorbereitet und zukunftsorientiert umgesetzt werden. Das dauert schon länger als eine Reifensaison. Pon, als familiengeführte Holding, und Gundlach waren und sind von den zentralen Werten her stark verwandt. Das hat sich auch in diesem Unterfangen wieder sehr positiv bemerkbar gemacht. Allein in den letzten drei Jahren sind wir in wahnsinniger Schrittlänge nach vorne gegangen und das war dank und nur mit Pon so möglich.

Wir sind jetzt in einer Phase, in der wir hauptsächlich Unterstützung brauchen, um das Gesunde an unserem Wachstum nicht aus dem Auge zu verlieren. Wir möchten im gesamten Reifen- und Rädermarkt weiterhin jedes Glied der Wertschöpfungskette mit bewegen und außerdem unsere Position als Lieferant der Automobilindustrie konsequent weiter ausbauen.

Das bedeutet weitere Expansion in diesen erfolgreichen Geschäftsfeldern und macht zudem unabdingbar, dass wir den Blick nach innen richten und uns ideal aufstellen, um letztendlich die zufrieden zu stellen, um die es immer geht: Unsere Kunden. Beides kann Gundlach, als nun autarke und starke Firmengruppe, mit Gilde als sehr erfahrenem Wachstumspartner für den Mittelstand schneller umsetzen.

Noch im vorigen Jahr haben Sie ja maßgeblich an der Umstrukturierung der Tyre Group mitgewirkt, warum dann diese Entscheidung?

Gebhard Jansen: Nun, es ist eher anders herum: Um die Rahmenbedingungen zu schaffen, unsere Vorhaben an alter und neuer Stelle umsetzen zu können, mussten wir eine gut durchdachte und funktionierende Einheit formen. Unsere Teams, die unter Pon die großen Erfolge gefeiert haben, setzen sich aus den gleichen Leuten zusammen, die das auch unter Gilde wieder schaffen werden. Die Kunden, die wir gestern bedient haben, möchten wir auch morgen – nach allen Möglichkeiten noch besser – bedienen. Es herrschte im ganzen Prozess also keinesfalls eine kurzsichtige „Nach-uns-die-Sintflut“-Mentalität. Das Aufsetzen der neuen Struktur war also elementarer Bestandteil und Vorbereitung auf die nun erfolgte Ausgliederung der Gundlach Automotive Corporation. Das lief in absolutem Konsens und auf gemeinsamem Kurs mit dem Pon-Management ab und wir sind sehr zufrieden mit den Ergebnissen.

Lesen das komplette Interview in der Februar-Ausgabe.

Quelle: 

oth/kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Zu Beginn des Engagements von Yokohama standen beim FC Chelsea noch Spieler wie Fabregas, Terry, Hazard und Costa (v.l.n.r.) unter Vertrag. Bildquelle: Yokohama.

    Im Juli 2015 unterzeichnete der japanische Reifenhersteller Yokohama einen Fünfjahresvertrag als Trikotsponsor des FC Chelsea. Dieser läuft planmäßig Ende Juni 2020 aus, weshalb nun eine neue Vereinbarung getroffen wurde: Ab Juli tritt dann die neue „Global Tyre Partnership“-Vereinbarung in Kraft.

  • Für den Höhenrekord am Ojos del Salado in Südamerika bewies der Gürtelradialreifen Alliance 392 HD der YOKOHAMA-Tochter ATG sein Können.

    Der Ojos del Salado an der argentinisch-chilenischen Grenze ist mit 6893 Metern der zweithöchste Gipfel Südamerikas. Der Berg wird immer wieder von motorisierten Teilnehmern bezwungen, die neue Höhenweltrekorde aufstellen wollen. Nun kletterte ein Team mit zwei Unimog U 5023 auf die Spitze - bereift mit dem Alliance 392 HD von der zu Yokohama gehörenden Alliance Tire Group (ATG).

  • Yokohama-Nutzfahrzeugreifen im Interpneu-Lager in Hainichen, wo 2018 die Partnerschaft zwischen Yokohama und der Pneuhage-Gruppe vereinbart wurde. Bildquelle: Yokohama.

    Die Großhandelssparte der Pneuhage-Gruppe kümmert sich seit Januar 2019 exklusiv um die Belieferung des deutschen Marktes mit Nutzfahrzeugreifen von Yokohama. Anlässlich des ersten Geburtstages der Partnerschaft wurde nun eine Zwischenbilanz gezogen. Diese fiel auf beiden Seiten äußerst positiv aus.

  • Sanghoon Lee, Präsident von Hankook Tire Europe, und Florentino Pérez, Präsident von Real Madrid C.F., trafen sich im Stadion Santiago Bernabéu.

    Hankook Tire verlängert den seit 2016 bestehenden Sponsorenvertrag mit Real Madrid um weitere drei Jahre bis zum Ende der Saison 2022/23. Die globale Partnerschaft wurde im Beisein des neuen europäischen Hankook Tire Präsidenten Sanghoon Lee und von Florentino Pérez, Präsident von Real Madrid C.F., verlängert.