Auftrag zur digitalen Transformation

Montag, 16 Juli, 2018 - 10:15
Gut besucht: Das 19. Kölner Aftersales Forum.

Die Zukunftstrends der Mobilität rufen in der Welt des Aftermarket die düstersten Szenarien hervor. Autonomes Fahren, Car-Sharing und E-Mobilität zwingen Servicebetriebe dazu, ihre Geschäftsmodelle neu zu denken. Lange gültige Paradigmen werden bedeutungslos, Auto-Emotionalität besitzt bei der jüngeren Generation keine Relevanz mehr. Ganz so finster sieht die Zukunft dann aber doch nicht aus, zeigt das Aftersales-Forum 2018.

Der Aftermarket ist im Wandel – es gibt keinen Branchenakteur mehr, der das noch nicht realisiert hat. Digitalisierung, Vernetzung und Elektrifizierung bietet allerdings eine Vielzahl an Chancen. Klar, wer an alten Mustern festhält, wird nicht überleben. Zu radikal sind die Entwicklungen in der Welt der Mobilität. Gerade aber die Unternehmer, die gedankliche Frische und Mut besitzen, können an den Herausforderungen der Zukunft wachsen. So ungefähr lässt sich die Essenz und Handlungsempfehlung des diesjährigen Aftersales Forum weitergeben.

Im freien Teilhandel findet seit langer Zeit bereits ein Konzentrationsprozess statt – sichtbar in internationalen Fusionen und Zusammenschlüssen sowohl im stationären als auch im Online-Bereich. Die Kräfteverhältnisse verschieben sich. Die Konsolidierung bei den Teileherstellern ist ebenfalls im vollen Gange und zwingt diese zu prüfen, ob ihre bisherigen Betätigungsfelder hinsichtlich der Herausforderungen durch die Digitalisierung und der neuen Antriebstechnologien noch zukunftsträchtig sind. Die Automobilhersteller ihrerseits werden immer mehr zu Mobilitätsdienstleister – mit der Absicht, Kunden länger in den eigenen Servicenetzen zu halten sowie durch zielgruppen-spezifische Angebote im Teile- und Servicegeschäft neue Kunden zu erschließen.

Lesen Sie den Artikel in der August-Ausgabe.

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