AutoZeitung zeigt sich vom Michelin Primacy 3 überzeugt

Mittwoch, 22 Februar, 2017 - 13:45
Der Michelin Primacy 3 fährt beim aktuellen AutoZeitung Reifentest den Sieg ein.  

Zehn Sommerreifenprofile hat die AutoZeitung in ihrer aktuellen Ausgabe (6/2017) auf Nässe und trockener Fahrbahn in der Dimension 215/55 R17 auf einem VW Touran 1.4 TSI BlueMotion Technology mit 150 PS überprüft. Nach Irritationen in letzten Tests hat die AutoZeitung das Testverfahren umgestellt und kauft die Testprobanden verdeckt im Reifenfachhandel ein. Den Michelin Primacy 3 platzieren die Reifentester auf den ersten Platz.

Die AutoZeitung Tester loben beim Michelin besonders seine Nässe-Performance. In der aktuell getesteten 215er Dimension ist er beim Bremsen auf Nässe fast gleichauf mit beispielsweise dem Zweitplatzierten Continental ContiPremium Contact 5. Der Redaktion fällt auf, dass die AutoBild in ihrem kürzlich veröffentlichen Nassbremstest beim Michelin Unterschiede von rund drei Metern zu den Besten feststellt. AutoBild testet allerdings die 225er Dimension. Wie Reifentests in der Vergangenheit, zum Beispiel von GTÜ/ AutoZeitung zeigen, gehören die Ergebnisse auf Nässe nicht zu den Stärken des Michelins. Anscheinend haben die Reifenentwickler aus Clermont-Ferrand die Nassperformance des Reifens nachgebessert.

Bestnoten fährt der AutoZeitung Testsieger im Trockenen ein. Auch der ContiPremium Contact 5 zeigt nach Angaben der Reifentester eine gute Leistung auf trockener Strecke und punktet vor allem auf Nässe. Platz drei teilen sich der Goodyear EfficientGrip Performance und der Pirelli Cinturato P7 blue. Der Goodyear liefert laut Fazit den kürzesten Bremsweg auf nässe, Abstriche bekommt er allerdings aufgrund „trägem Fahrverhalten“. Beim Pirelli nennen die AutoZeitung Tester das Aquaplaning in Kurven als Manko, gelobt wird seine „hohe Energieeffizienz“. Es folgt der Nokian zLine auf Platz fünf: Er „hadert mit Aquaplaning und hat den höchsten Rollwiderstand. Ansonsten klasse“, heißt es im Fazit. Eine „solide Performance“ bescheinigen die Reifentester dem Hankook Ventus Prime 3, auch wenn hier betont wird, dass die neuen Modelle der Marke besser sein sollen. Platz sieben geht an den Bridgestone Turanza T001 („Stark im Trockenen, recht langer Bremsweg [auf Nässe]“). Auch hier wird erwähnt, dass der Reifen in der neuen Version mit dem Zusatz Evo im Namen mehr Nassgrip bieten soll. Den achten Platz teilen sich der Avon ZV7 und der Vredestein Ultrac Satin. Vom Avon zeigen sich die AutoZeitung Redakteure eher enttäuscht und kritisieren seinen hohen Rollwiderstand und wenig Grip. Beim Vredestein wird ein „langer Bremsweg“ auf trockener Strecke bemängelt und eine „schwache Nassperformance“. Dafür sei er aber sehr sparsam. Zu guter Letzt landet Falken mit dem Ziex ZE914 Ecorun auf Platz zehn. Zwar soll er im Aquaplaning positive Akzente setzen, doch „lange Bremswege“ kosten ihm wichtige Punkte.

Eine aktuelle Übersicht über das Abschneiden der verschiedenen Sommerreifen in den jeweiligen Reifentests finden Sie in unserer Reifentestdatenbank.

Quelle: 

akl

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Falken stellt mit dem Azenis FK 510 laut AutoZeitung Augenhöhe mit den „teuren“ Vertretern im Markt her.

    Auch die AutoZeitung kauft mittlerweile ihre Test-Reifen anonym im Handel. Wie auch bei anderen Testmedien wird dies explizit im Anlauf zum aktuellen Sommer-Ganzjahresreifentest aufgeführt. Die Größe 225/45 R17 wird von Michelin und Continental dominiert – Falken landet einen weiteren Achtungserfolg.

  • Ein Schulbus mit Raketenantrieb? Den gibt es auf der Essen Motor Show zu sehen.

    Auf der 50. Essen Motor Show werden wieder Studien und Unikate zu sehen sein, vom selbstfahrenden E-Mobil bis hin zu einem Dragster mit Schulbus-Karosserie. Manche der Fahrzeuge in Halle 3 des PS-Festivals nehmen die Mobilität von morgen vorweg, andere richten sich als Einzelstücke oder Kleinstserien an wohlhabende Käufer.

  • Michelin gibt eine weltweite Neuorganisation der Michelin Gruppe bekannt und hat Anish K. Taneja zum CEO Michelin Europe North ernannt.

    Michelin hat sich zum 1. Januar 2018 weltweit neu aufgestellt. Wie das Unternehmen mitteilt ist das Ziel, die sich durch die Digitalisierung stark verändernden Kundenbedürfnisse stärker in den Mittelpunkt des Unternehmens zu rücken, Abläufe zu vereinfachen und die Digitalisierung aller Dienstleistungen und Prozesse auszubauen. Im Zuge dessen wurde Anish K. Taneja zum CEO der neuen Region Europe North ernannt und verantwortet somit alle Aktivitäten der Michelin Gruppe in dieser Region.

  • Bei der Spendenübergabe: (v. l.n.r.) Anna Horstmann, Michelin Personalreferentin/Koordination Sport- und Hobbygruppen, Hans-Peter Klein von Klara, Joachim Frank, Radclub Michelin, Pitt Elben, ebenfalls von Klara, Andreas Kropp, Radclub Michelin, und Michelin Personalleiter Peter Kubitscheck.

    Im Dezember 2017 und Januar 2018 übergab Michelin Personalleiter Peter Kubitscheck mit Vertretern der Sport- und Hobbygruppen des Reifenherstellers insgesamt 4.700 Euro an mehrere Einrichtungen in der Region Bad Kreuznach. Etwas mehr als die Hälfte davon sind Spenden, die die Mitglieder des Werk-Chors Michelin, des Radclubs Michelin und des Michelin Seniorenclubs bei ihren Veranstaltungen gesammelt hatten.