Bilstein Tipps gegen Einbaufehler bei Fahrwerkkomponenten

Freitag, 26 Januar, 2018 - 10:00
Bilstein gibt Tipps, um Einbaufehler bei Fahrwerkkomponenten zu vermeiden. Copyright BILSTEIN 2018.

Bilstein hat zehn Tipps zusammengetragen, um Einbaufehler bei Fahrwerkkomponenten zu vermeiden. So rät Bilstein zum Beispiel davon abzusehen, den Stoßdämpfer fest anzuziehen, wenn das Fahrzeug noch auf der Hebebühne steht und die Räder frei hängen. Federbeine und Dämpfer, die in Gummiaufhängungen gelagert sind, dürfen erst angezogen werden, wenn das Fahrzeug wieder auf dem Boden steht (K0-Lage).

Beim Aus- und Einbau der Stoßdämpfer oder Fahrwerkteile mit einem Schlagschrauber (auch Zange an der Kolbenstange / Dämpferrohr) können die Stoßdämpfer beschädigt werden sowie später Geräusche entstehen, so Bilstein. Daher sollte das vorgeschriebene und geeignete Werkzeug genutzt werden und niemals Werkzeug, wie zum Beispiel eine Zange, an der Kolbenstangenoberfläche angesetzt werden.

Des Weiteren weist Bilstein darauf hin, dass häufig beim Einbau von Fahrwerkkomponenten mit zu viel oder zu wenig Anzugsdrehmoment gearbeitet wird. Deswegen sollten Fahrwerkkomponenten immer mit Spezialwerkzeugen und dem richtigen Anzugsdrehmoment angezogen werden. Außerdem stellen die Fachleute von Bilstein fest, dass vielfach bei neu eingebauter Luftfeder das Fahrzeug direkt komplett von der Hebevorrichtung auf den Boden gelassen wird. Somit steht es mit druckloser Luftfeder auf dem Boden. Dadurch wird die Luftfeder beschädigt und fällt innerhalb kürzester Zeit aus. Es wird empfohlen, sich nach den Herstellervorgaben zu richten und ein Diagnosegerät zu nutzen, um die Luftfeder zu entleeren, zu befüllen und den Fehlerspeicher auszulesen.

Lesen Sie alle zehn Tipps in der März-Ausgabe von AutoRäderReifen-Gummibereifung.

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akl

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