Conti: Maßnahmen der „Strategie 2030“ betreffen 20.000 Arbeitsplätze

Mittwoch, 2 Oktober, 2019 - 13:00
Der Vorstandsvorsitzende der Continental AG, Dr. Elmar Degenhart, glaubt, dass die Continental gestärkt aus der Krise hervorgehen wird. Bildquelle: Conti.

In seiner Sitzung am 25. September 2019 hat der Aufsichtsrat der Continental AG über die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens beraten. Von den strukturellen Transformationsmaßnahmen im Rahmen der „Strategie 2030“ sind weltweit voraussichtlich 20.000 Arbeitsplätze betroffen.

Gemeinsam mit der „Strategie 2030“ hat die Unternehmensleitung bereits Ende Juli ein weltweites Programm zur strukturellen Transformation 2019 – 2029 angekündigt. Mit den Maßnahmen des Programms will die Continental auf die verstärkte Kundennachfrage nach digitalen Lösungen, die sich abzeichnende Krise in der Autoindustrie und den durch verschärfte Abgasgesetze beschleunigten Technologiewandel im Antriebsbereich reagieren. Kern der Maßnahmen sind eine Steigerung von Effizienz und Produktivität mittels Organisations- und Portfolioanpassungen sowie eine verstärkte Konzentration auf die entscheidenden Wachstumsfelder der Zukunft. Somit wolle man seine Bruttokosten ab 2023 jährlich um rund 500 Millionen Euro senken, während man mit einem Aufwand in Höhe von etwa 1,1 Milliarden Euro innerhalb der zehnjährigen Laufzeit rechne, heißt es seitens des Unternehmens.

Im Zuge des Strukturprogramms werden nach erster Analyse in den kommenden zehn Jahren voraussichtlich bis zu 20.000 Arbeitsplätze von derzeit mehr als 244.000 weltweit von Veränderungen betroffen sein. 15.000 dieser Arbeitsplätze, davon etwa 5.000 in Deutschland, werden die Auswirkungen bis 2023 zu spüren bekommen, die restlichen 5.000 – weitere 2.000 davon in Deutschland – dann bis 2029. In den Wachstumsfeldern und im Softwareportfolio entstünden aber gleichzeitig neue Arbeitsplätze in hoher Zahl, versichert die Continental. Ein Teil der betroffenen Arbeitsplätze falle unter anderem aufgrund eines geringeren Geschäftsvolumens weg. Aber auch durch eventuelle Veräußerungen von Geschäftsteilen und (Teil-)Segmenten an Externe sowie Verlagerungen von Arbeitsplätzen an andere Continental-Standorte seien zahlreiche Mitarbeiter betroffen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der November-Ausgabe von AutoRäderReifen-Gummibereifung.

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dw

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