Conti: Nicht nachhaltiges Handeln kann zu Ausschluss von Lieferanten führen

Dienstag, 5 September, 2017 - 09:30
Die Inhaltsstoffe des Reifens werden "grün".

Continental erhöht eigenen Angaben zufolge im Einkauf die Bedeutung von Nachhaltigkeit kontinuierlich weiter. Für die Auswahl und Bewertung ihrer Lieferanten haben die Hannoveraner nach einem mehrstufigen Auswahlprozess den Dienstleister Eco Vadis beauftragt, auf der Basis von standardisierten Fragebögen eine kontinuierliche Nachhaltigkeitsbewertung bestehender sowie potenzieller Lieferanten durchzuführen.

„Nachhaltigkeit gewinnt nicht nur für die Auslegung vieler unserer Produkte zunehmend an Bedeutung für uns, auch über die Entwicklung unserer Produkte hinaus. Auch im Einkauf haben wir angefangen, bei unseren wichtigsten Dienstleistern für Rohstoffe, Frachten und Investitionen die Priorität für nachhaltiges Handeln zu erhöhen“, sagt Nikolai Setzer, im Vorstand der Continental AG für den Konzerneinkauf und die Division Reifen verantwortlich. „Der Aufwand dafür ist enorm, denn wir müssen hier bereits für bestehende Lieferanten eine Größenordnung von hunderten von Unternehmen abdecken. Aber wir wollen im Konzerneinkauf besonders für die Rubber Group ein Zeichen für noch mehr Nachhaltigkeit setzen, denn der Großteil wird von Rohstofflieferanten in der Rubber Group bezogen“, so Setzer weiter. Bis Ende 2017 will Continental bereits 200 Lieferanten und damit mehr als 80 Prozent des Rohstoff-Einkaufswertes bewertet haben.

Ein weiteres Projekt zur Analyse der Nachhaltigkeit in der Lieferkette von Naturkautschuk befindet sich laut den Verantwortlichen in Vorbereitung. „Das Projekt betrifft die beiden Divisionen Reifen und ContiTech und ist darauf ausgelegt, zusammen mit ausgewählten bestehenden Lieferanten die Nachverfolgung der Lieferkette von den Kautschuk-Bauern bis hin zu unseren Serienprodukten sicherzustellen. Die Zielsetzung beinhaltet dabei sowohl einen ressourcenschonenderen Umgang mit der Natur und somit die Vermeidung einer weiteren Regenwaldabholzung als auch die Einkommenssituation der Kautschuk-Bauern insgesamt zu verbessern“, führt Setzer aus. Im Konzerneinkauf von Continental koordiniert ein Sustainability Management unter anderem die Nachhaltigkeitsbewertung der Lieferanten. Nachhaltigkeit bezeichnen die Conti-Verantwortlichen zu einem wesentlichen Auswahl- und Weiterentwicklungskriterium gegenüber den Lieferanten. Im Fall von nicht nachhaltigem Handeln seitens der bestehenden Lieferanten werde Continental diese in Zukunft zu einer entsprechenden Umorientierung auffordern. Langfristig könne nicht nachhaltiges Handeln dann sogar zu einem Ausschluss einzelner Lieferanten führen.

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