Conti-Reifen-Division will 2012 kräftig wachsen

Mittwoch, 7 März, 2012 - 01:00

Die Reifen-Division des Automobilzulieferers Continental hat das Geschäftsjahr 2011 erfolgreich abgeschlossen. „Mit einem aus Pkw- und Nutzfahrzeug-Reifen kombinierten Umsatz von 8,8 Mrd. Euro und einem bereinigten EBIT von rund 1,2 Mrd. Euro haben wir in einem sehr herausfordernden Umfeld ein Ergebnis erzielt, das noch um 7 Prozent über dem ausgezeichneten Wert des Vorjahres liegt“, berichtet Nikolai Setzer, Mitglied des Konzernvorstandes und Leiter der Reifen-Division.

Mit Wirkung zum 1. August 2011 wurden in der Reifen-Division die Bereiche Pkw- und Nutzfahrzeug-Reifen organisatorisch gebündelt, die Division hatte zum Stichtag 31.12.2011 weltweit 41.135 Mitarbeiter und verfügte über 22 Produktions- und Entwicklungs-Standorte. Vor allem in den BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China) sieht Setzer gute Wachstumschancen. Mit einem Sonderinvestitionsprogramm wolle man am Wachstum in den chancenreichsten Regionen partizipieren und das Produktionsvolumen für Pkw- und Nfz-Reifen langfristig an die vorhandene Nachfrage anpassen. Das Projekt zur Verdopplung der Kapazitäten im brasilianischen Camacari ist Anfang 2011 gestartet worden, in Kaluga, Russland wurde im November mit dem Bau eines neuen Werkes begonnen. In Indien ist nach der Übernahme des indischen Reifenherstellers Modi Tyres Company Ltd. neben dem Ausbau der Lkw-Reifen-Produktion auch der Aufbau einer eigenen Pkw-Reifen-Produktion geplant. Darüber hinaus wird in den USA neben der Erweiterung des bestehenden Werkes in Mount Vernon, Illinois in Kürze auch in Sumter, South Carolina ein Werksneubau starten. Die neuen Produktionsstandorte sollen primär den Bedarf in Ihren jeweiligen lokalen Märkten bedienen. In den Ausbau der bestehenden Fabriken werden jährlich rund 300 – 500 Millionen Euro investiert, so dass Continental weltweit Wachstumspotenziale erschließen kann. Im Jahre 2011 hat die Reifen-Division weltweit rund 122 Millionen Pkw-Reifen und 7 Millionen Nfz-Reifen abgesetzt. Auch das Geschäft mit Pkw-Reifen für die Erstausrüstung lief im vergangenen Jahr laut Unternehmensangaben auf Hochtouren. Inzwischen rollen ein Drittel der europäischen und jeder sechste amerikanische Pkw auf Continental-Reifen vom Band. In China und Russland seien die Weichen für einen erfolgreichen Start des Erstausrüstungsgeschäfts mit den neuen Werken bereits gestellt.

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Der Conti Hybrid HT3 WR ist der erste Vertreter einer neuen Trailer-Reifenlinie von Continental. Bildquelle: Conti.

    Mit der Entwicklung einer neuen Reifenlinie will Conti nach eigenen Angaben den unterschiedlichen Anforderungen an Trailer-Reifen im Vertriebsbereich Europa, Mittlerer Osten und Afrika (EMEA) gerecht werden. Die Reifen der neuen Linie sollen jeweils auf die jeweils regionalen Anforderungen zugeschnitten sein.

  • Der Neue von Conti: der WinterContact TS 870. BIldquelle: Gummibereifung.

    Zur Vorstellung des neuen WinterContact TS 870 lud Continental in die „winterlichste Umgebung, die denkbar ist“. Mehr als 100 Kilometer nördlich des Polarkreises musste sich der neue Pneu bei Temperaturen deutlich unter dem Gefrierpunkt direkt in verschiedenen Brems-, Handling- und Drift-Tests beweisen.

  • Henning Mühlenstedt (l.) übernimmt die Leitung des Vertriebes und Frank Jung wird die Organisation als Marktleiter Ersatzgeschäft Deutschland führen. Bildquelle: Continental.

    Mit Wirkung zum Februar wird Continental die Bereiche Marketing und Vertrieb neu aufstellen. Die bislang nach Pkw- und Lkw-Reifen getrennten Bereiche werden dabei zusammengeführt. In der neuen Organisation übernimmt Frank Jung den Posten des Marktleiters Ersatzgeschäft Deutschland, während Henning Mühlenstedt den Vertrieb leitet.

  • Der Conti CoachRegio ist eine neue Reifenlinie für Überlandbusse.

    Der Conti CoachRegio ist eine neue Reifenlinie für Überlandbusse. Das neue Design erfüllt laut Continental-Angaben die Anforderungen von Busflotten, die im Kurzstrecken- und Überlandverkehr verkehren. Dies betreffe vor allem Reise- oder Schulbusse sowie Shuttleservices.