Conti veröffentlicht Einkaufspolitik für nachhaltigen Naturkautschuk

Dienstag, 16 Oktober, 2018 - 13:30
Die Rubber Group verpflichtet sich zu mehr Nachhaltigkeit im Bereich Naturkautschuk.

Continental hat seine Einkaufspolitik für nachhaltigen Naturkautschuk veröffentlicht. Die Rubber Group des Technologieunternehmens will eigenen Angaben zufolge hiermit den Schutz von Arbeitern, lokalen Gemeinden, Wäldern, der Biodiversität und landwirtschaftlichen Anbauflächen stärker in den Fokus rücken. Potentielle Risiken wie die Abholzung von Regenwäldern, Korruption oder Landenteignungen sollen früher erkannt werden.

Relevante Bezugsgruppen sollen laut den Verantwortlichen mit eingeschlossen werden, denn nachhaltiges Wirtschaften in diesem Bereich könne nicht durch einzelne Akteure, sondern nur im Verbund mit allen Beteiligten gelingen. Die Einkaufspolitik führt zu diesem Zweck die Verantwortlichkeiten und Verpflichtungen für die Teilnehmer der Naturkautschuklieferkette auf. Daneben werden sechs Bereiche aufgezeigt, die die Rubber Group als Aktionsfelder identifiziert hat. Diese betreffen die Zusammenarbeit mit Lieferanten und Bauern, das Stakeholder-Engagement, die Zunehmende Rückverfolgbarkeit, das Einsparen von Ressourcen, Recycling und das Identifizieren von alternativen Bezugsquellen für Naturkautschuk. „Unser Ziel ist die Einkaufspolitik für nachhaltigen Naturkautschuk konsequent entlang unserer Wertschöpfungskette umzusetzen. Ebenso soll sie in die gemeinsame Arbeit im Industrieprojekt einfließen, denn nur, wenn alle Player mitmachen, können wir solide Ergebnisse erzielen und erfolgreich sein. Die Einkaufspolitik ist daher ein Startpunkt des gemeinsamen Weges in Richtung nachhaltigen Naturkautschuks“, erklärt Nikolai Setzer, Continental-Vorstandsmitglied, verantwortlich für die Reifen Division und den Konzerneinkauf.

Die Einkaufspolitik für nachhaltigen Naturkautschuk stärkt Continentals Streben, dies langfristig im Verbund mit Wettbewerbern und Partnern zu erreichen, ist die Konzern-Leitung überzeugt. Dabei zahlen verschiedene Projekte auf das große Ganze ein: Zum einen auf der Mikroebene in einem gemeinsamen Pilotprojekt mit einem externen Partner in Indonesien, zum anderen auf der Makroebene im Reifenindustrieprojekt des World Business Council for Sustainable Development (WBCSD). Die in Kürze mit ihrer Arbeit beginnende Global Platform for Sustainable Natural Rubber (GPSNR) unterstützt Continental ferner aktiv als Gründungsmitglied. Der Reifenhersteller und Automobilzulieferer will mit der Veröffentlichung klar darlegen und transparent machen, wie er seinen Einkauf entlang der Wertschöpfungskette für Naturkautschuk nachhaltig gestaltet und verantwortlich umsetzt.

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