Continental fordert „Vision Zero“ auch für Datenverkehr

Mittwoch, 6 Juni, 2018 - 10:00
Continental untersagt seinen Mitarbeitern ab sofort die Nutzung von Social-Media-Apps wie „WhatsApp“ und „Snapchat“ im weltweiten Unternehmensnetzwerk.

Continental untersagt seinen Mitarbeitern ab sofort die Nutzung von Social-Media-Apps wie „WhatsApp“ und „Snapchat“ im weltweiten Unternehmensnetzwerk. Nach Einschätzung des Unternehmens weisen diese Dienste Datenschutzdefizite auf. Denn sie greifen auf persönliche und damit potentiell vertrauliche Daten ihrer Nutzer zu, wie zum Beispiel deren Adressbucheinträge und damit auf Informationen unbeteiligter Dritter. Das Datenschutz-Risiken will das Unternehmen nicht tragen und darüber hinaus zugleich die eigenen Beschäftigten und Geschäftspartner schützen.

„Für uns haben die Sicherheit von Technologien und das Vertrauen der Nutzer in sie klar Vorfahrt. Wir arbeiten an null Unfällen im Straßenverkehr und fordern daher eine solche ‚Vision Zero‘ auch für den Datenverkehr“, sagt der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart und füge hinzu. „Wir halten es nicht für akzeptabel, die Erfüllung von Gesetzen zum Datenschutz einseitig auf die Nutzer zu übertragen. Daher setzen wir auf sichere, verfügbare Alternativen. Technologieanbieter sollten die Einhaltung der Datenschutzgesetze auf einfachste Weise ermöglichen. Gerade Technologieführer tragen hier eine besonders hohe Verantwortung. Daher ist Datenschutz für uns, unsere Produkte, Dienste und Arbeitsabläufe keinesfalls reine Sonderausstattung. Diese Grundhaltung stärkt langfristig weltweit das Vertrauen in neue, datenbasierte Mobilitätsdienste.“

Mit Sorge beobachtet Continental das Geschäftsgebaren einzelner Software- und IT-Diensteanbieter. „Funktionale Einschränkungen und Hürden zur Einhaltung der Datenschutzgesetze schwächen das Vertrauen der Menschen in Technologien“, sagt Degenhart und fordert in der Technologieentwicklung generell „Vorfahrt für Vertrauen und Sicherheit.“

Lesen Sie Details im IT-Spezial der August-Ausgabe.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Das VDO TPMS Go ist das Einsteiger- oder Zweitgerät für die Arbeit an Reifendruckkontrollsystemen. Bildquelle: Continental.

    Continental bringt ein neues universelles Servicetool für Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) auf den Markt. Mit dem Gerät VDO TPMS Go können Werkstätten alle gängigen Universalsensoren für Pkw programmieren. Zudem können auch nahezu alle auf dem Markt existierenden RDKS-Sensoren ausgelesen werden.

  • Dr. Ariane Reinhart, Personalvorstand Continental AG, erkennt Chancen in der Eingliederung von Langzeitarbeitslosen.

    Continental unterstützt das Teilhabechancengesetz und startet Ende Januar ein gemeinsames Pilotprojekt mit der Bundesagentur für Arbeit. Geplant ist die Einstellung von Langzeitarbeitslosen an den Standorten Hannover, Ingolstadt und Regensburg. Die neuen Mitarbeiter sollen vor allem in klassischen Anlerntätigkeiten in der Produktion eingesetzt und in den ersten Jahren durch Fördermaßnahmen zielgerichtet begleitet werden.

  • Alejandro Agag, CEO der Formula E und Philipp von Hirschheydt, Executive Vice President EMEA von Continental begrüßen die Partnerschaft zwischen dem Reifenhersteller und der Rennserie. Bildquelle: Continental.

    Continental wird Sponsor der Offroad-Elektrorennserie „Extreme E“. Bei der neuen Rennserie, die in zwei Jahren starten soll, treten professionelle Rennteams mit Elektro-Geländefahrzeugen und Reifentechnik von Continental gegeneinander an. Die Veranstalter von Extreme E rechnen im ersten Jahr der Serie mit zwölf Teams. Die Prototypen sollen ab April 2019 getestet werden.

  • In einem vernetzten Fahrzeug können über 22 Antennen verbaut sein.

    Continental hat nach offizieller Genehmigung durch die Kartellbehörden die Übernahme der Kathrein Automotive GmbH abgeschlossen. Mit der Eingliederung der Automotivesparte des Rosenheimer Antennen- und Satellitentechnikherstellers Kathrein erweitert Continental seine Expertise um ein weiteres Schlüsselsegment: Intelligente Fahrzeugantennen sind die Grundlage für zukunftsfähige Vernetzungskonzepte – sowohl innerhalb des Fahrzeugs als auch darüber hinaus.