Dekra: Auswuchten ist kein Luxus

Freitag, 9 November, 2018 - 10:45
Bei der Reifenmontage entstehen Kosten.

Beim Reifenwechsel entstehen für den Fahrzeughalter nicht unerhebliche Kosten. Neben den Reifen und Felgen tauchen auf der Rechnung in der Regel auch Kostenpositionen für die Demontage und Montage sowie das Auswuchten auf. „Mancher Fahrzeughalter meint bei der letztgenannten Arbeitsposition sparen zu können, das ist jedoch grundverkehrt“, sagt Christian Koch, Reifenexperte bei DEKRA.

Koch erklärt: „Alle Reifen weisen herstellungsbedingt Ungleichförmigkeiten in Form von geometrischen Abweichungen, ungleichmäßigen Massenverteilungen oder unterschiedlichen Steifigkeiten auf. Diese Ungleichförmigkeiten können im Betrieb zu Auswirkungen führen, die der Fahrer in der Regel durch Vibrationen des Fahrzeuges oder des Lenkrades wahrnimmt.“ Eine Unwucht des Rades von zehn Gramm zum Beispiel wirke durch die Fliehkraft im Fahrbetrieb bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h wie circa 2,5 Kilogramm. Bei einer Geschwindigkeit von 200 km/h erfahre das Fahrzeug eine Belastung von 10 Kilogramm, also das Vierfache. Durch fachgerechtes Auswuchten können diese Ungleichförmigkeiten in der Regel vollständig ausgeglichen werden. „Auswuchten ist daher kein Luxus, sondern eine technische Notwendigkeit, nicht nur in Bezug auf den Fahrkomfort, sondern insbesondere auf die Sicherheit. Bei starker Unwucht besteht darüber hinaus die Gefahr, dass das Fahrzeug stark beansprucht wird. Dies gilt insbesondere für die Radlager, die Achsaufhängungen und die Karosserie. Bei der Neumontage von Rädern, aber auch beim halbjährlichen Radwechsel ist das Auswuchten der Räder daher ein unverzichtbarer Bestandteil einer sach- und fachgerechten Reifenmontage. Die Kosten von fachgerechtem Auswuchten zahlen sich in Form von Laufruhe und mehr Fahrkomfort sowie längerer Lebensdauer von Reifen und Fahrwerk aus“, versichert Koch.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Der Continental PremiumContact 6 kann die Gute Fahrt-Reifentester überzeugen. Bildquelle: Continental.

    Erstmals schneidet im „Gute Fahrt“-Reifentest kein Reifen schlechter als „gut“ ab. Das ist das Ergebnis des aktuellen Sommerreifentest, den die Zeitschrift „Gute Fahrt“ jüngst veröffentlicht hat. Continental gewinnt mit seinem PremiumContact 6, die Reifen der Marken Dunlop, Goodyear, Hankook und Nokian sowie Pirelli bekommen jeweils eine „Gute Fahrt-Empfehlung“.

  • Die DEKRA führt bundesweit an Kfz-Untersuchungsstellen auch akkreditierte Vor-Ort-Kalibrierungen von Bremsprüfständen durch. Bildquelle: DEKRA.

    Die DEKRA Automobil GmbH ist von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) als Kalibrierlabor für verschiedene Messgeräte im Kraftfahrtwesen akkreditiert worden. Ab sofort führen die DEKRA Kalibriertechniker bundesweit an Kfz-Untersuchungsstellen auch akkreditierte Vor-Ort-Kalibrierungen von Bremsprüfständen, Scheinwerfereinstellprüfsystemen und AU-Geräten durch. Zusätzlich plant DEKRA den Aufbau eines stationären Kalibrierlabors in der Zentrale in Stuttgart.

  • Die AutoBild hat zusammen mit der DEKRA Euromaster-Filialen getestet. Bildquelle: Olaf Tewes.

    Die AutoBild testet zusammen mit der DEKRA die Leistung, den Service und Preise in verschiedenen Werkstätten. Im fünften Teil der Testreihe (Ausgabe 6/2019) haben die Prüfer Euromaster genauer unter die Lupe genommen mit dem Fazit: „Acht Skoda Fabia fuhren zur Inspektion, korrekt durchgeführt wurde keine.“

  • In diesem Jahr findet in den Räumen der STAHLGRUBER-Stiftung in München kein Roundtable statt. Bildquelle: Gummibereifung

    Der Round Table Reifentechnik gehört stets zu den Pflichtterminen der Redaktion. In diesem Jahr findet in den Räumen der STAHLGRUBER-Stiftung in München allerdings kein Roundtable statt. Die Verantwortlichen der ausrichtenden TIP TOP Automotive GmbH haben sich entschieden, dass Format zu überdenken und das jährliche Meeting vorerst auszusetzen.