DEKRA: Mit sechs Jahren steigt bei Reifen das Ausfallrisiko

Dienstag, 20 März, 2018 - 09:15
Die DOT-Nummer gibt Auskunft über das Reifenalter.

Auch wenn der Gesetzgeber für Autoreifen kein Maximalalter festgelegt hat, geht nach einigen Jahren das „Leben“ eines Reifens seinem Ende zu. Das Material beginnt auszuhärten, spröde und rissig zu werden, die Gefahr, dass sich die Lauffläche ablösen kann, steigt. Studien der DEKRA Unfallanalyse sollen zeigen, dass das Ausfallrisiko ab einem Alter von sechs Jahren an deutlich zunimmt.

Von diesem Problem besonders betroffen sind laut DEKRA alle Fahrzeuge mit geringer Jahresfahrleistung, wie etwa Wohnmobile, Wohnwagen, Anhänger, Motorräder, Cabrios und wenig gefahrene Pkw. Denn bei geringer Fahrleistung haben überalterte Reifen oftmals noch deutlich mehr Profil als das gesetzlich geforderte Minimum von 1,6 Millimetern. „Ich kann nur eindringlich davor warnen, über den Austausch von Reifen alleine anhand der Profiltiefe zu entscheiden“, so Christian Koch, Reifensachverständiger bei DEKRA. „Ein plötzlicher Reifenausfall kann erhebliche Sach- und Personenschäden zur Folge haben.“ Auch der Reifenfachhandel kann die Kunden im Beratungsgespräch darauf hinweisen. Eine erhöhte Gefahr bestehe außerdem immer dann, wenn mehrere Risikofaktoren zusammentreffen, die den Reifen stark beanspruchen: Lange Autobahnfahrten, hohe Beladung oder auch Hitze. Vergisst der Fahrer, vor solchen Einsätzen den Reifenfülldruck an die erhöhten Belastungen anzupassen, kann es kritisch werden. Gerade vor langen Fahrten ist deshalb ein gründlicher Reifencheck aus Sicht des Experten ein absolutes Muss.

Quelle: 

akl

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Der Automobili Amos Lancia Delta Futurista ist die überarbeitete Version des Lancia Delta HF Integrale und fährt auf Pirelli Reifen.

    Der Automobili Amos Lancia Delta Futurista, eine grundlegend überarbeitete Version des Lancia Delta HF Integrale aus den 80er Jahren, wird mit den UHP-Reifen Pirelli P Zero oder alternativ auch mit Pirelli Trofeo R ausgestattet. Die Neuauflage ist das Ergebnis einer „romantischen Vision gegen eine Welt, die mir zu steril, schnell und oberflächlich erscheint“, so Schöpfer und italienischer Rennfahrer, Autosammler und Automobilhersteller Eugenio Amos.

  • Vor ein paar Jahren hielt dann die sogenannte "Sealed Technologie" Einzug bei den Fortbewegungsmitteln, zuerst in der Fahrradindustrie. Foto: Tschovikov/GTÜ Mit der Erfindung und Patentierung des luftgefüllten Reifens, anno 1844, gibt es auch das Problem mit dem sogenannten Plattfuß. Foto: Tschovikov/GTÜ

    Die GTÜ Gesellschaft für Technische Überwachung mbH hat versucht, die Zuverlässigkeit von Reifen mit "Sealed Technologie" zu testen. Das Ergebnis der Prüforganisation dürfte die Hersteller der berücksichtigten Produkte freuen.

  • Reifengespann von Bohnenkamp – mit BKT-IF-Reifen für den Schlepper und Alliance VF-Reifen für den Güllewagen.

    Immer mehr Landwirte und Lohnunternehmer setzen auf IF/VF Reifen, um den Bodendruck und die Bodenverdichtung so weit wie möglich zu reduzieren. Bei der Bohnenkamp AG hat diese Technologie bereits seit Jahren einen festen Platz im Programm und war bisher nur für Traktoren verfügbar.

  • Bei der Reifenmontage entstehen Kosten.

    Beim Reifenwechsel entstehen für den Fahrzeughalter nicht unerhebliche Kosten. Neben den Reifen und Felgen tauchen auf der Rechnung in der Regel auch Kostenpositionen für die Demontage und Montage sowie das Auswuchten auf. „Mancher Fahrzeughalter meint bei der letztgenannten Arbeitsposition sparen zu können, das ist jedoch grundverkehrt“, sagt Christian Koch, Reifenexperte bei DEKRA.