Formel 1: Geringerer Verschleiß der Pirelli-Reifen

Dienstag, 21 März, 2017 - 10:30
Pirelli hat erstmals den P Zero Purple (ultrasoft) für Australien nominiert.

Am kommenden Freitag startet die Formel 1-Saison 2017. Die neuen Regeln gehören verändern die Königsklasse des Motorsports. Die Reifen sind 25 Prozent breiter als im Vorjahr, die Autos pro Runde im Schnitt fünf Sekunden schneller als im Jahr 2015. Hinzu kommt die neue Reifen-Philosophie: Die Reifen des Jahres 2017 verschleißen langsamer und erreichen seltener Höchsttemperaturen. Das ermöglicht es den Formel 1-Fahrern, in jedem Stint offensiv zu fahren. 

Die semi-permanente Strecke im Albert Park beim Saison-Auftakt in Australien ist zu Beginn des Rennwochenendes meist green, das bedeutet schmutzig und rutschig, weil sich noch wenig Gummiabrieb auf dem Asphalt befindet. Beschleunigen und Bremsen sind hier besonders entscheidend für eine gute Performance, dabei sind die auf die Reifen einwirkenden Längskräfte größer als die Seitenkräfte. Es gibt etliche langsame Kurven. Ein hoher Abtrieb sowie der mechanische Grip der Reifen sind gefordert. Der linke Hinterreifen wird in Melbourne am stärksten belastet. Das Wetter in Melbourne ist sehr wechselhaft. Zwischen Sonnenschein und Wolkenbruch ist alles möglich. Der Asphalt ist ziemlich glatt. Daher sind der Reifenabrieb und der Verschleiß vergleichsweise niedrig. Mario Isola, Leiter Automobilsport Pirelli, ordnet ein: “Bei den Vortests in Barcelona absolvierten die Teams 7.427 Runden. Dabei setzten sie sämtliche Mischungen ein, konzentrierten sich aber auf die mittelharten und weichen Slicks, weil sie für die Strecke in Montmeló ideal sind. In Melbourne wird es interessant sein, mehr Daten zu den super- und ultraweichen Reifen zu erhalten. Denn diese beiden Mischungen können wir bislang noch nicht abschließend einschätzen.” Pirelli hat erstmals den P Zero Purple (ultrasoft) für Australien nominiert.

Es gelten neue Regeln für den Neustart eines Rennens: Wann immer das Safety Car auf die Strecke kommt, wird danach nicht mehr fliegend gestartet, sondern - wie zu Beginn des Rennens - stehend. Bei den ersten fünf Grand-Prix Rennen erhalten die Teams identische Reifen-Kontingente: sieben Sätze von der jeweils weichsten der nominierten Mischungen, vier Sätze von der jeweils mittleren sowie zwei Sätze von der jeweils härtesten der nominierten Mischungen. Für den Großen Preis von Australien bedeutet das: sieben Sätze der ultraweichen Slicks, vier Sätze der superweichen und zwei Sätze der weichen Slicks. Ab dem Großen Preis von Monaco gelten wieder die bekannten Regeln: Jedes Team darf zehn der 13 Reifensätze frei festlegen. Pirelli gibt die Auswahl jeweils am Dienstag, zehn Tage vor dem Rennen, bekannt.

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