Initiative ZARE erkennt "Macht der Verbraucher"

Mittwoch, 4 Oktober, 2017 - 16:45
Berichte über illegalen Altreifenentsorgungen häufen sich besonders zu den Umrüstphasen.

Die Umrüstsaison lauft an - die Initiative ZARE sieht den Reifenwechsel im Fachbetrieb als gute Gelegenheit, sich zu erkundigen, wie im gewählten Betrieb die Altreifenentsorgung gehandhabt wird.

Die Reifenwechsel-Zeit ist laut den ZARE-Verantwortlichen auch die Zeit, in der sich Fälle illegaler Altreifenentsorgung  in Waldstücken, an Feldwegen, auf Parkplätzen und Flussläufen häufen. Dies sei ein Ärgernis, das die Allgemeinheit mit ihren Steuergeldern teuer bezahlen müsse – Umweltsünder blieben meist unentdeckt. Doch der Einfluss des Verbrauchers sei nicht zu unterschätzen. Er müsse sicherstellen, dass er es mit seriösen, nachhaltig handelnden Betrieben zu tun habe. Rund 570.000 Tonnen Altreifen überschreiten nach Angabe von Experten in Deutschland jährlich ihr „Verfallsdatum“. Diese Zahl verdeutlicht in der Tat, wie wichtig es ist, dass jeder Reifen seinen Platz in der lückenlosen Verwertungskette findet.

Die ZARE führt einige Methoden auf, wie Altreifen wiederzuverwenden sind: Bei der Runderneuerung wird die abgefahrene Lauffläche durch eine neue ersetzt, der so entstandene runderneuerte Reifen gelangt wieder in den Verkehr. Reifen, die keine Beschädigungen aufweisen, können außerdem in Länder exportiert werden, in denen die vorherrschenden Straßenverhältnisse keine hohen Geschwindigkeiten erlauben und es keine gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe gibt. Wenn auch das nicht in Frage kommt, werden die Altreifen in der sogenannten thermischen Verwertung als industrieller Brennstoff verwendet oder aber zu Gummimehl oder -granulat verarbeitet, einem Rohstoff, der auf vielfältige Art und Weise Anwendung findet, etwa im Straßenbau oder bei der Herstellung von Dichtungsmitteln.

Lesen Sie Details im Recycling-Spezial der November-Ausgabe.

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