„Motorrad“ testet: Lob für Conti, Pirelli und Avon enttäuschen

Donnerstag, 16 März, 2017 - 14:15
 Überzeugendes Radialreifen-Konzept für das Klassik-Lager: Die Testsiegerpaarung Conti RoadAttack 2CR und Classic Attack.

Acht Reifen für Youngtimer und Klassiker hat das Medium „Motorrad“ getestet. Die Reifenpaarung ContiRoadAttack 2 CR (Vorderrad) und ContiClassicAttack (Hinterrad) geht als Sieger aus den Prüfeinheiten hervor. Getestet wurde auf dem Contidrom. Dort mussten die Kandidaten auf einer Yamaha XJ 900 F in den Dimensionen 100/90-18 und 120/90-18 zeigen, was sie Handling-, Highspeed- und Nässefahrten leisten. Das Conti-Paar sichert sich in der Schlusswertung 224 von 250 möglichen Punkten, der Zweitplatzierte Michelin Pilot Activ erreicht 204 Zähler.

„Ein mutiger Schritt, das Radialreifen-Konzept auch im Klassik-Bereich zu etablieren. In Sachen Sportlichkeit und Sicherheit (vor allem bei Nässe) gibt es nichts Besseres“, so das Fazit. Angetan zeigen die Tester auch vom französischen Gummi. Wie kein anderer Reifen lasse sich der handliche Pilot Activ ums Eck steuern. Bei Nässe sei der Reifen allerdings nicht ganz top. Einen Podestplatz ergattert auch der Dunlop Arrowmax Streetsmart. Ursächlich ist vor allem dessen Vorstellung auf nasser Piste. Der Dunlop neigt laut den Testern jedoch zur Trägheit.

Das Heimspiel nutzt auch der Continental ContiGo! „In Sachen Stabilität ist er ganz vorn mit dabei, dazu punktet er mit Grip und Komfort“, lautet das Urteil. Den 4. Platz teilt sich das Dunlop-Gummi mit dem Reifenklassiker Bridgestone BT45. Der Oldie im Test schlage sich wacker und zeige sich auf Landstraße bei schönem Wetter eindrucksvoll. Leicht knicke er allerdings bei Nässe ein. Es reiht sich der Metzeler Sportec Klassik ein. Diesen allerdings sieht die „Motorrad“ nicht wirklich auf der Höhe der Zeit („auf der Landstraße farblos“, „im Nassen schnell im Hintertreffen“). Akzente kann offenbar auch der Pirelli Sport Demon nicht setzen. Der Italiener verliere durch seinen trägen Grundcharakter und schwachen Grip ordentlich Punkte. Als „schwach“ wird auch die Regenperformance bezeichnet.

Schlusslicht im Test ist der Avon Roadrider. „Unruhig, unkomfortabel, wenig Feedback, träge und auch noch wasserscheu“, so das vernichtende Urteil. Weder bei flotten Reisen noch bei schwungvollen Landstraßenfahrten kommt im Test-Team Spaß auf.

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