Neue Richtlinie soll Klarheit bei Beurteilung von SEP-Systemen bringen

Montag, 7 Januar, 2019 - 13:30
Der ASA-Verband informiert über die neue Richtlinie für die Beurteilung von Scheinwerfereinstellprüf-Systemen.

Kurz vor Jahreswechsel wurde eine neue Richtlinie für die Beurteilung von Scheinwerfereinstellprüf-Systemen verabschiedet. Die „Richtlinie für die Überprüfung der Einstellung der Scheinwerfer von Kraftfahrzeugen bei der Hauptuntersuchung nach §29 Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) (HU-Scheinwerfer-Prüfrichtlinie)“, veröffentlicht im Verkehrsblatt 23/2018 am 15.12.2018, präzisiert und ersetzt das vorhandene Regelwerk und soll bei Prüforganisationen, Werkstattbetreibern und Kalibrierdienstleistern für mehr Klarheit bei der Beurteilung von SEP-Systemen sorgen.

Imre Makra von Beissbarth und Christian Thalheimer von MAHA, beide Mitglieder im ASA-Fachbereich Prüfgeräte, haben die neue Richtlinie einer ersten Bewertung unterzogen. Sie kommen zu folgendem Urteil: Betreiber von SEP-Systemen müssen nicht mit zusätzlichen Hardware-Investitionskosten rechnen. Ziel der neuen Richtlinie sei es, unterschiedliche Interpretationen bezüglich der Ebenheitsanforderungen von Scheinwerferprüfsystemen zu beenden. Diese hatten sich in der Praxis bei Stückprüfungen von SEP-Systemen gezeigt. Unklar war dabei die Interpretation des Punktes 4.1.2 aus Anlage 4. Geändert wurde die Richtlinie außerdem bezüglich der Messplatz-Vermessung. Hier hat der Verordnungsgeber jetzt zusätzlich ein alternatives Verfahren aufgenommen und die Interpretation der Messwerte vereinheitlicht. Die Richtlinie verändert nicht die geltenden Grenzwerte bezüglich der Unebenheit und Neigung von SEP-Systemen.

Grundsätzlich gilt laut Richtlinie ab 1.1.2019: Ein Scheinwerferprüfsystem besteht aus einem Scheinwerfer-Einstell-Prüfsystemen in Verbindung mit Fahrzeugaufstellflächen. Die Neigung und Ebenheit der Fahrzeugaufstellflächen/ Fahrspuren sind getrennt zu betrachten und zu prüfen. Außerdem erfüllt die Fahrzeugaufstellfläche die für die Ebenheit geltenden Grenzwerte in einem bestimmten Teilbereich nicht, kann dieser Teilbereich der Fahrspuren, sofern er innerhalb der definierten Flächen liegt, ohne Nachbesserung der Ebenheit bei der Stückprüfung von der Messung ausgenommen werden.

Quelle: 

akl

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