Neues Bewertungskriterium bei HU

Donnerstag, 11 Oktober, 2018 - 13:30
Bei der HU können Fahrzeuge jetzt auch als „Gefährliche Mängel“ eingestuft werden.

Bei der Hauptuntersuchung werden die Fahrzeuge jetzt in fünf Bewertungskriterien eingestuft. Neu ist die Bewertung „Gefährliche Mängel“. Sie wird erteilt, wenn eine direkte Verkehrsgefährdung besteht. Nach ersten Erfahrungen bei TÜV NORD sind allerdings nur wenige Fahrzeuge derart gefährlich.

In den ersten Monaten, seit bei der Hauptuntersuchung die neue Mängelkategorie „Gefährliche Mängel“ (VM) eingeführt wurde, sind bei TÜV NORD im Schnitt 0,37 Prozent aller Fahrzeuge als verkehrsgefährdend eingestuft worden. Die neue Kategorie ist eine Zwischenstufe unterhalb der Kategorie „Verkehrsunsicher“. Seit Ende Mai wird bei der Hauptuntersuchung in Deutschland eine EU-Richtlinie über wiederkehrende Fahrzeugprüfungen umgesetzt. Neben den bisherigen vier Mangeleinstufungen „Ohne Mangel“ (OM), „Geringe Mängel“ (GM), „Erhebliche Mängel“ (EM) und „Verkehrsunsicher“ (VU) gibt es jetzt als fünfte Mangeleinstufung „Gefährliche Mängel“ (VM). Werden an einem Fahrzeug verkehrsgefährdende Mängel (VM) entdeckt, darf keine Prüfplakette zugeteilt werden. Allerdings wird im Gegensatz zum Verfahren bei der Mangeleinstufung „Verkehrsunsicher“ das Fahrzeug nicht unmittelbar vor Ort stillgelegt, die Prüfplakette wird nicht entfernt und es erfolgt auch keine Benachrichtigung an die örtlich zuständige Zulassungsstelle. Der Fahrzeughalter hat alle Mängel unverzüglich beheben zu lassen und das Fahrzeug spätestens innerhalb eines Monats zur Nachprüfung unter Vorlage des Untersuchungsberichtes wieder vorzuführen.

Quelle: 

akl

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