Pirelli präsentiert Ergebnisse zu Vettels Reifenplatzer in Monza

Dienstag, 1 September, 2015 - 11:45
Für den Großen Preis von Italien 2015 nominierte Pirelli den P Zero White (Medium) und den P Zero Yellow (Soft).

Am kommenden Wochenende kehrt Pirelli zum Heim-Grand Prix nach Monza zurück. Die Hochgeschwindigkeitsstrecke bietet einige der schnellsten Geraden im aktuellen Formel 1-Kalender. Das Setup der Autos ist entsprechend auf den geringstmöglichen aerodynamischen Widerstand abgestimmt. Für den Großen Preis von Italien 2015 nominierte Pirelli den P Zero White (Medium) und den P Zero Yellow (Soft).

Nach großen Aufregungen um die Reifen beim Grand Prix von Spa sehen die Pirelli-Verantwortlichen diese Mischungen aufgrund ihrer Vielseitigkeit prädestiniert, die einzigartigen Anforderungen an Performance und Haltbarkeit zu erfüllen, für die Monza bekannt ist. Infolge der hohen Mengen an Energie, die auf dieser Strecke durch die Reifen geleitet werden – die Kräfte erreichen in der Spitze bis zu 4,5 G – sowie einigen heftigen Kerbs, werden Mischung und Struktur der Slicks während der ganzen Runde über stark belastet. Paul Hembery, Motorsport-Direktor Pirelli, blickt voraus: „Monza zählt stets zu den Highlights einer F1-Saison. Das liegt an der unglaublichen Tradition und der ganz besonderen Atmosphäre dieser Strecke. Die von uns gewählte Kombination Medium und Soft ist eine Stufe weicher als im vergangenen Jahr. Sie sollte gut zu den Anforderungen in Monza passen, wo der Speed stets im Vordergrund steht. Wir erwarten hier einen hohen Grad an Abrieb und Verschleiß. Wie an jedem Rennwochenende werden daher für die Teams die Arbeit und Erkenntnisse aus den freien Trainings sehr wichtig für das Festlegen der richtigen Rennstrategie sein. Die beiden Mischungen, deren Rundengeschwindigkeiten wahrscheinlich eng beieinander liegen werden, eröffnen dafür vielfältige Optionen. Die Autos fahren in Monza mit geringem Abtrieb, das vergrößert die von den Reifen zu leistende Arbeit beim Beschleunigen und Bremsen beträchtlich. Denn je weniger Kräfte das Auto auf die Fahrbahn pressen, desto mehr mechanischen Grip müssen die Reifen liefern. In Kombination mit den Kerbs in Monza bedeutet das für unsere Slicks eine große und komplexe Herausforderung. Ihr zu begegnen, erfordert konstant Haltbarkeit und Performance. Die Untersuchung des Reifens von Sebastian Vettel aus Spa haben wir abgeschlossen. Detaillierte Ergebnisse der technischen Analyse werden wir in Monza präsentieren.”

Ein schneller Kurs wie in Monza belastet die Reifen tendenziell stärker als ein langsamer Circuit. Denn die Vielzahl der auf sie einwirkenden Kräfte fördert das Erhitzen der Reifen, insbesondere in der Schulter. In den langen Kurven, darunter die berühmte Parabolica, zerren in Monza beachtliche Seitenkräfte an den Reifen. Darüber hinaus wirken während der Traktion und beim Bremsen zusätzlich große Längskräfte auf die Slicks ein. Weil das Setup in Monza auf geringen Abtrieb eingestellt wird, müssen die Fahrer insbesondere auf die Hinterräder achten, um zu vermeiden, dass sie beim Beschleunigen durchdrehen (Wheelspin). Gleichwohl gilt es, maximales Tempo zu erreichen, das in Monza bis zu 360 km/h beträgt.

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