Rubber Group von Conti wächst um 3,8 Prozent

Donnerstag, 9 Mai, 2019 - 11:30
Dr. Elmar Degenhart und Finanzvorstand Wolfgang Schäfer präsentierten die Geschäftszahlen.

Continental ist ein solider Start in das Geschäftsjahr gelungen: Der Umsatz liegt mit 11,0 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Marge beträgt 8,1 Prozent (EBIT bereinigt: 884 Millionen Euro). Die Rubber Group hat wieder einmal erheblichen Anteil - sie wächst im Umsatz um 3,8 Prozent.

„Dank unserer starken Marktposition haben wir den Umsatz stabil gehalten, in einem deutlich rückläufigen Marktumfeld. Unsere erhöhte Kostendisziplin hat zu unserem soliden Ergebnis beigetragen“, so der Continental-Vorstandsvorsitzende Dr. Elmar Degenhart anlässlich der Bekanntgabe der Quartalszahlen in Hannover. Die internationale Automobilproduktion verringerte sich nach vorläufigen Daten in den ersten drei Monaten 2019 um über 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das organische Wachstum (bereinigt um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen) des Technologieunternehmens liegt dagegen lediglich bei minus 2 Prozent. Grund sind laut Degenhart neben der starken Marktposition Effekte aus Entwicklungen der Wechselkurse, die sich im ersten Quartal auf insgesamt 186 Millionen Euro belaufen. Diese ergeben sich insbesondere aus der Verteuerung des amerikanischen Dollars gegenüber dem Euro.

Wie bereits zur Hauptversammlung am 26. April bekannt gegeben, rechnet Continental weiter mit einer Belebung des wirtschaftlichen Umfelds in der zweiten Jahreshälfte und hält daher an ihrer Jahresprognose von Anfang Januar fest. Das Konzernergebnis, das den Anteilseignern zugerechnet wird, befindet sich mit 575 Millionen Euro unter dem Niveau des Vorjahrs (738 Millionen Euro). Das Ergebnis pro Aktie liegt bei 2,88 Euro (Vj.: 3,69 Euro). Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT bereinigt) verringerte sich im Vergleich zum Stichtag des Vorjahres um 17,1 Prozent auf 884 Millionen Euro. Das entspricht einer bereinigten EBIT-Marge von 8,1 Prozent nach 9,7 Prozent im ersten Quartal des Vorjahrs. „Der Start in das neue Geschäftsjahr war wie erwartet herausfordernd“, sagt Continental-Finanzvorstand Wolfgang Schäfer. Er fügt hinzu: „Allerdings haben wir bereits im vergangenen Jahr begonnen, unsere Kostendisziplin zu verstärken. Das kommt uns nun zugute.“ Im ersten Quartal lagen die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie in Sachanlagen und Software bei mehr als 1,5 Milliarden Euro. Zum 31. März 2019 verfügt Continental über ein Liquiditätspolster in Höhe von insgesamt 5,7 Milliarden Euro, davon 1,8 Milliarden Euro flüssige Mittel sowie zugesagte, ungenutzte Kreditlinien im Volumen von 3,9 Milliarden Euro. Die Nettofinanzschulden lagen zum Ende des ersten Quartals 2019 bei 4,3 Milliarden Euro.

Die Rubber Group setzte in den ersten drei Monaten rund 4,4 Milliarden Euro um (Vj.: 4,2 Milliarden Euro). Sie verzeichnete damit einen Umsatzzuwachs von 3,8 Prozent. Das Reifengeschäft und hier insbesondere die Absatzzahlen im Nutzfahrzeugreifengeschäft entwickelten sich mit einem Plus von 6 Prozent positiv. In der Division ContiTech legten vor allem Bereiche zu, die der Industrie zuliefern, so zum Beispiel das Geschäft mit Fördergurten und Industrieschläuchen. Organisch, also um Konsolidierungskreis- und Wechselkursveränderungen bereinigt, liegt der Umsatzzuwachs der Rubber Group bei 1 Prozent. Das bereinigte operative Ergebnis des ersten Quartals summiert sich auf rund 535 Millionen Euro, was einer Marge von 12,4 Prozent entspricht (Vj.: 12,9 Prozent).

Lesen Sie einen ausfühlichen Artikel über die Geschäftszahlen in der Juni-Ausgabe.

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