TÜV NORD-Statistik: Zahl der Fahrzeuge mit Mängeln gesunken

Donnerstag, 8 November, 2018 - 11:00
Am häufigsten werden Mängel an der Beleuchtungsanlage entdeckt. Foto: TÜV NORD

Erneut ist die Zahl der Fahrzeuge mit erheblichen Mängeln in der TÜV NORD-Statistik gesunken. Zwar nur leicht von 22,2 auf 22,1 Prozent aller geprüften Autos, aber bereits zum fünften Mal in Folge (2014: 25,8 Prozent).  66,2 Prozent der Autos werden in der TÜV NORD-Statistik als ohne Mängel (Vorjahr 65,4) aufgeführt. Die Zahlen belegen aber, dass immer noch mehr als jedes fünfte Auto so schwerwiegende Mängel hat, dass es erst repariert werden muss, ehe die TÜV-Plakette angebracht werden kann.

Die Zahl der Fahrzeuge ganz ohne Mängel ist laut TÜV NORD wieder gestiegen: von 65,4 auf 66,2 Prozent. Zusammen mit den 11,7 Prozent der Fahrzeuge, bei denen geringe Mängel gefunden wurden, erhalten somit insgesamt mehr als drei Viertel aller Autos (77,9 Prozent) bereits beim ersten Anlauf vom TÜV-Sachverständigen ihre Plakette. Die Zahl der verkehrsunsicheren Fahrzeuge, die sofort stillgelegt werden müssen, liegt mit 0,06 Prozent weiterhin auf erfreulich niedrigem Niveau. Das ist das Ergebnis der statistischen Aufarbeitung aller Hauptuntersuchungen (HU), die an den mehr als 200 TÜV-STATIONEN und in über 10.000 TÜV NORD-Partnerwerkstätten von Mitte 2017 bis Mitte 2018 durchgeführt worden sind. Die fünfte Mängelkategorie „gefährliche Mängel“, die im Mai 2018 neu eingeführt wurde, hat laut den Verantwortlichen noch keine statistische Relevanz. Ein „gefährlicher Mangel“ ist dabei ein erheblicher Mangel, der eine direkte und unmittelbare Verkehrsgefährdung darstellt oder die Umwelt erheblich beeinträchtigt.

Hartmut Abeln, TÜV NORD-Geschäftsführer, kommentiert: „Wir freuen uns über diese Entwicklung der Mängelquoten. Die Hersteller bauen schließlich sichere Autos und legen auch Wert auf die Langzeitqualität. Zudem verstärken die Autohäuser und Werkstätten ihre Anstrengungen in Sachen Qualitätssteigerung. Die Autofahrer wiederum kümmern sich in Zeiten guter Wirtschaftslage mehr um Wartung und Pflege ihrer Fahrzeuge und nehmen fällige Termine zur Inspektion und Instandhaltung wahr. Wer sein Auto regelmäßig zu den empfohlenen Inspektionsterminen in einer guten Fachwerkstatt warten lässt, hat bei der Hauptuntersuchung weniger Mängel an seinem Fahrzeug und mehr Freude an sicherer, individueller Mobilität. Besonders freuen würde es uns aber auch, wenn der kurze Check der Beleuchtungsanlage vor Fahrantritt zur Regel wird.“

Insgesamt ergibt sich in der TÜV-Statistik als Reihenfolge für die am häufigsten auftretenden Mängelgruppen „Licht, Elektrik“, „Umweltbelastung“, „Achsen, Räder, Reifen“ und „Bremse“. Je älter die Fahrzeuge bei ihrem TÜV-Termin sind, desto höher ist die Zahl derjenigen, die im ersten Anlauf keine Plakette bekommen. Die aktuellen TÜV NORD-Zahlen belegen: Bei der ersten HU im Alter von drei Jahren finden sich bei 5,8 Prozent der Autos erhebliche Mängel. Im Alter von fünf Jahren sind es schon 10,5 Prozent und so geht es weiter bis zu den Elfjährigen, von denen 29,4 Prozent zur Reparatur in die Werkstatt müssen. Die durchschnittliche Laufleistung, die neben dem Alter auch als Grund für den Verschleiß und somit für Mängel anzusehen ist, liegt jetzt bei den Dreijährigen bei 49.548 Kilometern und bei den Elfjährigen bei 138.508 Kilometern auf dem Tacho.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Am häufigsten werden bei der HU von Oldtimern Mängel in den Baugruppen „Fahrgestell, Rahmen, Aufbau“ festgestellt. Grafik: Kröner/ GTÜ.

    Die Zahl der zugelassenen Oldtimer nimmt von Jahr zu Jahr zu. Derzeit sind knapp 480.000 Fahrzeuge mit H-Kennzeichen unterwegs. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies eine Steigerung von 11 Prozent. Das H-Kennzeichen ziert nur solche Fahrzeuge, die mindestens 30 Jahre alt sind und nach einer amtlichen Prüfung (§ 23 StVZO) als „kraftfahrzeugtechnisches Kulturgut“ anerkannt wurden. Insgesamt sind rund 700.000 Fahrzeuge, die über 30 Jahren alt sind, mit und ohne H-Kennzeichen auf der Straße.

  • Die relevanten Reifenmarken füttern den Markt auch zu Beginn der Saison 2019 mit einer Vielzahl an Produktneuheiten.

    Die Neuzulassungszahlen waren im Jahr 2018 fantastisch, die Reifenbranche hofft auf wachsende Umsätze.

  • Mit seiner Gebietserweiterung erreicht Reifen Center Wolf ab dem 15. März auch die Städte Bonn, Bergisch Gladbach, Troisdorf und Gummersbach. Bildquelle: Reifen Center Wolf.

    Das Wachstum von Reifen Center Wolf geht weiter. So fährt Reifen Center Wolf ab dem 15. März 2019 täglich mit eigenen Fahrzeugen deutlich weiter Richtung Nord-West. Das neue Gebiet umfasst dann unter anderem die Städte Bonn, Bergisch Gladbach, Troisdorf und Gummersbach.

  • Continental sieht in fahrerlosen Robo-Taxis die Zukunft.

    Continental hat die Mobilitätsstudie 2018 veröffentlicht mit dem Ergebnis: Die Mehrheit der Deutschen lehnt Car-Sharing oder Car-Pooling ab und räumt gleichzeitig dem öffentlichen Nahverkehr Vorrang ein. Fahrerlose Robo-Taxis würde ein Drittel der Befragten nutzen, eine Mehrheit der Befragten ist jedoch derzeit noch etwas skeptisch.