Tyre24 Preissystem sorgt für Diskussionsstoff in Branche

Donnerstag, 5 April, 2018 - 11:45
Kunden von Tyre24 haben die Wahl zwischen einem Test-, Basic-, oder wie hier abgebildeten  Premium-Account.

Tyre24 hat Anfang März ein neues Preissystem eingeführt. Kunden haben nun – abgesehen von dem kostenlosen Test-Account – die Wahl zwischen einem Basic- und einem Premiumaccount. Der bisherige Vollzugang wird dabei durch den neuen Basic-Account ersetzt. Die Neuerung, die eigentlich im Sinne der Kunden erfolgte, sorgt derzeit für Diskussionen in der Branche.

Kritik kommt seitens der Teile- und Reifengroßhändler. Premiumkunden bekommen frachtfrei ab ein Stück geliefert. Einige Akteure des Reifengroßhandels befürchten jedoch, dass sie die Kosten übernehmen müssen. Außerdem werden Bedenken geäußert, dass keine Zusatzkäufe mehr getätigt werden, um beispielsweise Portokosten zu umgehen. Auch beim Kfz-Teilehandel sorgt das neue Preissystem für Diskussionsstoff. Die Logistikkosten sind bei den Paketdienstleistern gestiegen, ebenso wie die Speditionskosten im Lkw-Geschäft. Die Branche steht wegen der Marge unter Druck.

Ebenfalls kritisiert wird die Bestpreisgarantie. Diese besagt, dass Kunden, die Reifen auf einer anderen Plattform billiger finden, die Differenz beglichen bekommen. Wie Branchenmitglieder mitteilen, bleibt der Großhandel möglicherweise auf den Kosten sitzen. Manche Akteure sehen die Strategie als Eingriff in die eigene Geschäftspolitik. Infolgedessen haben offenbar zunächst einige Reifengroßhändler ihren Datenexport gestoppt.

„Grundsätzlich ist es im Fall der neuen Preisstruktur so, dass einige wenige ihren Unmut darüber geäußert haben. Aber egal was man ändert, man kann es nie allen Recht machen. In unserem Fall sind das deutlich weniger als 1 Prozent von unseren 2.000 Lieferanten“, sagt Michael Saitow gegenüber der Redaktion. „Generell ist bei einer Plattformökonomie wichtig, dass die Bedürfnisse des Verbrauchers und damit auch des Händlers im Vordergrund stehen und erfüllt werden. Dazu gehören hohe Transparenz, Service und Qualität. Den Lieferanten unserer Plattform sollte bewusst sein, dass wir diese Ziele gemeinsam verfolgen müssen, um erfolgreich zu sein. Das bedeutet aber nicht, dass uns die Meinung unserer Lieferanten nicht interessiert. Ganz im Gegenteil, wir sind immer dankbar für jede Rückmeldung, sei es Lob oder auch konstruktive Kritik. Verbesserungsvorschläge nehmen wir sehr ernst und erarbeiten auch permanent Lösungen, um sicherzustellen, dass auch unsere Lieferanten zufrieden mit uns sind.“

Quelle: 

akl

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Michael Saitow sieht das neue Preissystem gut angenommen.

    Vier Monate nach der Einführung des neuen Preissystems ziehen die Tyre24-Verantwortlichen ein positives Zwischenfazit. Besonders der neue Premium-Account werde gut angenommen. Bei dem neuen Preismodell wurde der ehemalige Tyre24-Vollzugang in Basic-Account umbenannt.

  • Sie finden uns auf der THE TIRE COLOGNE in Halle 7.1 Stand 027.

    Die internationale Reifenbranche besucht Köln! THE TIRE COLOGNE glänzt mit bemerkenswerten Zahlen: Die verkaufte Messefläche ist laut den Verantwortlichen auf 65.000 qm angestiegen. Mit mehr als 530 Ausstellern aus 41 Ländern ist das Who-is-Who der Reifenbranche vertreten.

  • Die Anzahl der Auszubildende und Ausbildungsstätte steigt.

    Die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge im Mechaniker-Handwerk für Reifen und Vulkanisationstechnik nimmt laut dem Zentralverband des Deutschen Handwerks e. V. (ZDH) wieder zu: Im Jahr 2017 sei die Zahl neuer Auszubildender im Handwerk zum dritten Mal in Folge und zudem deutlich stärker als in den Vorjahren gestiegen. Bis Ende Dezember 2017 waren 139.880 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen worden. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Handwerkskammern damit 2.152 mehr neu eingetragene Ausbildungsverträge, das entspricht einer Steigerung von 1,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

  • Das 19. Kölner Aftersales Forum am 21.06.2018 zeigt Trends, Perspektiven und erfolgreiche Marketingstrategien für den Aftermarket von morgen.

    Am 21. Juni lädt die BBE Automotive GmbH zum 19. Kölner Aftersales Forum. Diskutiert werden erneut Trends, Perspektiven und Marketingstrategien für den Aftermarkt der Zukunft. Akteure aus dem Teile-, Zubehör- und Servicegeschäft stehen angesichts des verschärften Verdrängungswettbewerbs und der Digitalisierung unter Druck.