VDAT: Wer Garantie gewährt, muss auch über Bedingungen aufklären

Mittwoch, 13 Juni, 2018 - 10:30

Nach einem Urteil des OLG Frankfurt (Az. 6 U 150/17) reicht es nicht aus, wenn auf einer Einzelhandelsverpackung auf eine Garantie von drei Jahren hingewiesen wird, ohne dass die Garantiebedingungen zur Information angeboten werden. Darauf weist der VDAT hin und bezieht sich auf einen aktuellen Fall.

Im beklagten Fall wies die Umverpackung des Produktes auf die Garantie des Herstellers hin, informierte aber nicht über deren Bedingungen. Auch in der Verpackung – was das Gericht als zulässig angesehen hätte – waren die Garantiebedingungen nicht beinhaltet. Die Benennung der Internetadresse alleine reiche nicht aus, um den Sachverhalt der Pflichtangabe zu erfüllen. In diesem Zusammenhang erwähnt der VDAT, dass nicht Gegenstand dieses Verfahrens und daher nicht im Urteil bewertet wurde, ob die unmittelbare Angabe der Internetadresse zu den Garantiebedingungen als ausreichend anzusehen wäre.

Wer Garantiezusagen auf Einzelhandelsverpackungen macht, sollte laut VDAT Sorge dafür tragen, dass die entsprechenden Pflichtinformationen zum Garantieumfang Bestandteil des Verpackungsinhaltes sind, um vor Abmahnungen sicher zu sein. Wer auf der Verpackung den unmittelbaren Internet-Link zu den Garantiebedingungen benennt, gehe ein gewisses Risiko ein, da über die Rechtswirkung dieser Angabe bisher wohl kein Urteil vorliegt.

Quelle: 

akl

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • So wie auf dem Foto abgebildet ist die Mindestbodenfreiheit hier nicht eingehalten.

    Ursprünglich nur komfortbetonten Limousinen vorbehalten, sind Luftfahrwerke zum Nachrüsten nun auch verstärkt in der Tuningszene angekommen. „Eine Performanceverbesserung ist mit einem Luftfahrwerk gegenüber Sport- oder Gewindefahrwerken in der Regel nicht erreichbar“, so Harald Schmidtke, Geschäftsführer des Verbandes der Automobil Tuner (VDAT) e.V.

  • Der VDAT weist darauf hin, dass auch ungeprüfte Räder verkauft, nicht aber im öffentlichen Straßenverkehr benutzt werden dürfen.

    Aktuell ist im Web sowie in sozialen Medien die Rede von Rädern für Luxusfahrzeuge eines südeuropäischen Anbieters. Wie der VDAT mitteilt, sollen die Räder mit gefälschten Gutachten in Verkehr gebracht worden sein und weiteren Berichten zufolge auch sicherheitsrelevante Probleme haben.

  • Der VDAT weist regelmäßig auf den korrekten Umgang mit Tuningteilen hin.

    Sogenannte elektronische Gaspedale oder Pedal-Boxen gelten als ein beliebter Tuningartikel. Die veränderte Kennlinie führt zu einem dynamischeren Ansprechverhalten des Motors ohne Leistungssteigerung. Da also keine Leistungssteigerung einhergeht, gehen einige Anbieter wohl davon aus, so der VDAT, dass der Artikel weder prüf- noch eintragungspflichtig ist und werben mit eintragungsfrei oder plug and play ohne, dass entsprechende Gutachten oder Genehmigungen diese Aussage gegenüber dem Kunden absichern.

  • Das Borbet LV4 schmückt hier den Opel Crossland X in der Farbe „crystal silver“.

    Das Borbet LV4 wartet neben „black glossy“ auch in der neuen Farbvariante „crystal silver“ für den Opel Crossland X auf. Das Leichtmetallrad der Kategorie „Classic“ ist ab sofort mit ABE in der Radgröße 7,0x16 Zoll und Einpresstiefe 15 erhältlich und kann mit Reifen in 195/60 oder 205/60 kombiniert werden.