Veganes Lanxess-Additiv

Donnerstag, 13 Februar, 2020 - 09:30
Lanxess hat seine Produktpalette Aktiplast PP um eine Variante auf pflanzlicher Rohstoffbasis erweitert.

Lanxess hat seine Produktpalette Aktiplast PP um eine Variante auf pflanzlicher Rohstoffbasis erweitert. Diese Verarbeitungswirkstoffe für Polymermischungen werden bei der Herstellung von Reifen sowie technischer Gummiartikel aller Art eingesetzt.

Das auf nachwachsenden Rohstoffen basierte Aktiplast PP-veg wurde laut Unternehmensangaben eigens aufgrund einer Kundenanforderung aus Asien entwickelt. Durch den Einsatz des veganen Additivs will der Geschäftsbereich Rhein Chemie Kautschukverarbeitern ermöglichen, ihre CO2-Bilanz zu verbessern. Im Unterschied zum herkömmlichen Produkt wird Aktiplast PP-veg nur aus pflanzlichen Ölen hergestellt. Der Anteil an nachwachsenden Rohstoffen in Aktiplast PP-veg liegt nach Aussage der Lanxess-Verantwortlichen bei rund 90 Prozent. Ausgangsbasis sind Früchte der Ölpalme, die im Vergleich zu Kokospalmen, Raps oder Sonnenblumen ökologisch nachhaltiger sind. Sie liefern den mit Abstand höchsten Ölertrag pro Hektar Anbaufläche, heißt es in einer Mitteilung.

Der Verarbeitungswirkstoff soll sich insbesondere für Polymermischungen auf Basis von Naturkautschuk eignen. Laut Firmenangaben reduziert er die Viskosität von Kautschukmischungen und verbessert erheblich das Spritz- und Extrusionsverhalten, auch zusammen mit funktionalisierten Polymeren. Je nach Mischung verbessere das Produkt das Anvulkanisationsverhalten, beschleunige die Vulkanisation und sorge für eine leichte Entformbarkeit ohne Verschmutzung der Form.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Lanxess zeigt auf der Tire Technology Expo in Hannover seine neuesten Lösungen für die Reifenherstellung. Bildquelle: Lanxess.

    Auf der Tire Technology Expo 2020 präsentiert sich auch der Spezialchemie-Konzern Lanxess. Vom 25. bis zum 27. Februar präsentiert das Unternehmen sein Portfolio an Lösungen für die Reifenherstellung. Zu den vorgestellten Produkten gehören unter anderen Reifenmarkierungsfarben, Reifen-Vulkanisationsheizbälge (Bladder) und spezielle Additive.

  • Stephanie Coßmann (46) wurde vom Aufsichtsrat zum Lanxess-Vorstandsmitglied und zur Arbeitsdirektorin berufen.

    Stephanie Coßmann (46), derzeit Leiterin des Konzernbereichs Human Resources, wurde vom Aufsichtsrat zum Lanxess-Vorstandsmitglied und zur Arbeitsdirektorin berufen. Die promovierte Juristin tritt ihr neues Amt zum 1. Januar 2020 an. Coßmann folgt Rainier van Roessel (62), der zum Jahresende aus dem Vorstand ausscheidet und in den Ruhestand tritt.

  • Michael Zobel, aktuell Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials (HPM), übernimmt zum 1. Juni 2020 die Leitung des LanxessS-Tochterunternehmens Saltigo von Torsten Derr.

    Michael Zobel, aktuell Leiter des Geschäftsbereichs High Performance Materials (HPM), übernimmt zum 1. Juni 2020 die Leitung des Lanxess-Tochterunternehmens Saltigo von Torsten Derr. Der wird Lanxess zum 30. Juni 2020 verlassen, um die Position des Vorstandsvorsitzenden bei der SGL Carbon SE zu übernehmen.

  • Lanxess hat die Betriebe an seinen großen Standorten, wie hier in Leverkusen, digital aufgerüstet.

    Lanxess treibt die Digitalisierung seiner Produktion voran: Der Spezialchemie-Konzern hat ein System zur Analyse von Zeitreihendaten in weiten Teilen seines weltweiten Anlagenparks implementiert. Fast zwei Drittel seiner rund 120 Betriebe wurden mit der Self-Service-Analyseplattform TrendMiner der Software AG ausgestattet, darunter alle großen Produktionsstandorte in Deutschland, Belgien, den USA und Indien. Lediglich kleinere Betriebe mit weniger komplexen Prozessen sind noch nicht von der Implementierung erfasst, teilt das Unternehmen mit.