Vergölst: "Natürlich spüren auch wir den steigenden Margendruck"

Donnerstag, 1 März, 2018 - 14:15
Vergölst-Geschäftsführer Lars Fahrenbach kündigt die Ausweitung der Online-Aktivitäten an.

Vergölst Geschäftsführer Lars Fahrenbach blickt im Interview mit Kay Lehmkuhl in die Zukunft der Mobilität und die Herausforderungen für Werkstätten.

In der Februar-Ausgabe berichteten wir darüber, dass Vergölst einige Filialen elektrifiziert. Noch immer zweifeln viele Branchenteilnehmer an einem bevorstehenden Boom der Elektromobilität. Wie lautet Ihre Einschätzung?

Lars Fahrenbach: Die Elektrifizierung des Antriebsstranges stellt einen Umbruch in der Automobilbranche dar, der weitreichende und nachhaltige Folgen für die Mobilität der Zukunft haben wird. Dass die weltweiten Reserven an Erdöl endlich sind, steht außer Frage. Alternative Antriebsmethoden werden früher oder später zunehmend wichtiger. Vergölst stellt sich den Neuerungen, die damit einhergehen, schon jetzt. Und ist damit keineswegs zu früh dran.

Denn auch wenn die 34.022 Elektrofahrzeuge, die es Anfang 2017 in Deutschland gab im Vergleich zu den 45,8 Millionen Fahrzeugen mit herkömmlichen Antrieben aktuell noch kaum Gewicht haben, geben uns die Wachstumsraten doch einen Grund zum Aufhorchen. Die Zahl der Neuzulassungen stieg in 2017 um 120 Prozent – und entspricht 25.056 Elektro-Pkw. Hinzu kommt, dass auch die Automobilindustrie mehr Anstrengungen denn je unternimmt, um den elektrischen Antrieb zum Massenprodukt zu machen. Derzeit sind fast ausschließlich E-Fahrzeuge der ersten Generation auf den Straßen unterwegs. Wir haben bei vielen Innovationen in der Vergangenheit gesehen, dass der Durchbruch erst mit der zweiten Technologiegeneration gekommen ist.

Der Markt befindet sich weiterhin im Wandel. Welche Antworten hat Vergölst auf Margendruck und zunehmende Digitalisierung?

L. F.: Natürlich spüren auch wir den steigenden Margendruck bei Reifen. Dennoch ist und bleibt der Reifen eines unserer Kerngeschäfte. Dem Margendruck begegnen wir mit einer Diversifizierung unserer Serviceangebote. Wir sehen uns schon lange nicht mehr als reinen Reifenhändler, sondern bewegen uns immer mehr in Richtung Mobilitätsdienstleister. Mit unseren Services sichern wir die Mobilität unserer Kunden und setzen dabei auf eine nachhaltige, langlebige und intensive Kundenbeziehung. Darüber hinaus werden wir unsere Online-Aktivitäten weiter ausbauen. Darunter fallen für mich Optimierungen und Neuerungen in unserem Online-Shop, Marketing-Automation, zielgruppengerechtere Ansprachen und auch Social Media. In vielen dieser Bereich haben wir schon jetzt wichtige Grundsteine gelegt und neue Strategien implementiert. Unser Anspruch ist, hier eine Vorreiterrolle einzunehmen.

Lesen Sie das komplette Interview im Kooperationen-Spezial der März-Ausgabe.

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