Wash & Check: 54 Prozent der Fahrzeuge mit Reifenmängeln

Mittwoch, 7 November, 2018 - 11:30
54 Prozent der Fahrzeuge, also mehr als die Hälfte, wiesen einen oder sogar mehrere Reifenmängel auf.

Im September fand zum mittlerweile 14. Mal die Wash & Check-Aktion der Initiative Reifenqualität – „Ich fahr’ auf Nummer sicher!“ des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR) und seiner Partner an über 300 Standorten im ganzen Bundesgebiet statt. An 20 Expertenstandorten wurde Waschstraßenkunden dabei zusätzlich der Service eines kostenlosen Reifenchecks angeboten. Insgesamt wurden die Reifen von 1.291 Fahrzeugen geprüft. Bei 54 Prozent der Fahrzeuge wurden Reifenmängel festgestellt.

Die Liste reichte laut der Initiative dabei von sichtbaren Beschädigungen oder falscher Montage über abweichenden Reifendruck, verschlissenes Profil und hohes Reifenalter bis zur fehlenden Ventilkappe. Besonders häufig mussten die Reifenexperten bei der Wash & Check-Aktion den abweichenden Reifendruck feststellen: Bei rund jedem fünften Reifen (18,4 Prozent) entsprach der Reifendruck nicht der Herstellervorgabe. Bei ungefähr jedem zehnten Reifen (9,5 Prozent) war die Verschleißgrenze des Profils von unter 3 Millimeter bei Sommerreifen und unter 4 Millimeter bei Winterreifen erreicht, davon lagen 1,9 Prozent der Reifen sogar unter der gesetzlichen Mindestprofiltiefe von 1,6 Millimetern. 9,6 Prozent der Reifen zeigten sichtbare Beschädigungen wie Rissbildung, eingefahrene Nägel, Schnitte oder Beulen und in immerhin 49 Fällen (0,9 Prozent) wurde eine falsche Montage festgestellt. 114 Mal fehlte eine Ventilkappe (2,2 Prozent).

Zwei Korrelationen fielen den Initiatoren bei der statistischen Auswertung der Ergebnisse besonders ins Auge. So lässt sich ein Zusammenhang zwischen dem Fahrzeugalter und dem Zustand des Reifenprofils erkennen. Die Reifen neuerer Fahrzeuge (Alter: bis drei Jahre) zeigten deutlich seltener, nämlich in nur 21 Prozent der Fälle, ein abgefahrenes Profil als die von älteren Baujahren, bei denen die Quote bei 29 Prozent (bis acht Jahre) bzw. sogar bei 50 Prozent (älter als acht Jahre) lag. Als interessant stufen die Verantwortlichen auch die Beobachtungen zu Reifendruckkontrollsystemen ein. Gespräche ergaben offenbar, dass viele Fahrer gar nicht genau wissen, wozu das System gut ist. Demnach verwundere es auch nicht, dass keine Korrelation zwischen korrektem Reifendruck und dem Vorhandensein von RDKS zu beobachten ist, im Gegenteil: Rund jedes dritte Fahrzeug mit RDKS zeigte Abweichungen beim Reifendruck (27 Prozent), bei den Fahrzeugen ohne RDKS waren es nur 15 Prozent.

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