Winterreifenpflicht: Großteil der Autofahrer kennt Bußgeldregeln nicht

Montag, 17 September, 2018 - 08:45
Bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht zahlt der Fahrzeughalter ein Bußgeld und ein weiteres Bußgeld der Fahrer, wenn Halter und Fahrer nicht identisch sind.

Verstöße gegen die Winterreifenpflicht werden mit einem Bußgeld geahndet. Laut einer Befragung der Marktforscher von INSA-CONSULERE haben drei Viertel der Autofahrer (73 Prozent) von der seit dem letzten Winter wirksamen Regelung noch nie gehört. Die Befragung wurde im Auftrag von reifen.com durchgeführt.

Bei Verstößen gegen die Winterreifenpflicht zahlt der Fahrzeughalter ein Bußgeld und ein weiteres Bußgeld der Fahrer, wenn Halter und Fahrer nicht identisch sind. Laut den Marktforschern ist lediglich 27 Prozent der Befragten das Risiko bekannt, dass der Staat doppelt zur Kasse bittet. 35 Prozent geben an, dass sie dies unverschämt finden. Das Regelbußgeld für den Halter (75 Euro) schätzen immerhin 36 Prozent der Autofahrer richtig ein. 23 Prozent tippen auf Bußgelder in Höhe von 200 oder 350 Euro, weitere 39 Prozent geben offen zu, die Bußgeldhöhe nicht zu kennen. Dass als Winterreifen nur Reifen mit dem Alpine-Symbol („Schneeflocke“) gelten, weiß nicht einmal jeder Zweite (43 Prozent). 18 Prozent sind überzeugt davon, dass dies nicht stimmt. Weitere 40 Prozent „glauben“ an eine Übergangsfrist für „M+S-Reifen“ bis zum Jahr 2029 (anstatt 2024). Nur jeder Zehnte kennt die Neuregelung, dass Motorradfahren bei winterlichen Verhältnissen nur noch dann erlaubt ist, wenn sich das Fahrtziel anders nicht erreichen lässt.

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