ADAC: Prestigesiege für Bridgestone und Michelin

Dienstag, 22 September, 2020 - 07:00
Der Bridgestone Blizzak LM005 fährt die Bestnote auf Nässe ein.

Der meist beachtete Reifentest der Saison beleuchtet die Fähigkeiten der Produkte relevanter Hersteller in der Größe 205/55 R16 H und im SUV-Segment (235/55 R17 V). Bridgestone und Michelin landen Siege im ADAC Winterreifentest 2020.

Im Test der 205er-Dimension setzt sich der Bridgestone Blizzak LM005 mit der Gesamtnote 2,0 an die Spitze. Der Reifen fährt nicht nur die Bestnote auf Nässe ein; die Tester bescheinigen ihm zudem eine besonders gute Performance auf trockner Fahrbahn. Auch auf Schnee soll er gut sein.

Mit nur minimalem Abstand zum Testsieger komplettieren der Michelin Alpin 6 (Gesamtnote: 2,1), der Dunlop Winter Sport 5 (Gesamtnote: 2,2) und der Hankook i*cept RS2 (Gesamtnote: 2,2) das Podium. Der ADAC attestiert dem Trio jeweils eine große Ausgewogenheit und lobt darüber hinaus den geringen Verschleiß des Michelin- sowie des Dunlop-Profils. Der Hankook-Pneu wiederum kann offenbar mit seinem geringen Spritverbrauch glänzen. Ebenfalls noch die Gesamtnote „gut“ (2,4) erhält der Maxxis Premitra Snow WP6, der die Bestnote auf trockener Fahrbahn erzielt.

Das Feld der „befriedigenden“ Reifen führt der Falken Eurowinter HS01 (Gesamtnote: 2,9) an. Seinen offenbar guten Leistungen auf Nässe stehen „leichte Schwächen auf trockener und schneebedeckter Fahrbahn“ gegenüber. Jeweils mit der Gesamtnote 3,0 folgen der Continental WinterContact TS 860 („besonders gut auf Nässe; „Schwächen auf trockener Fahrbahn“) sowie der Goodyear UltraGrip 9+ („Bestnote auf Schnee; „Schwächen auf trockener Fahrbahn“).

Auf den Plätzen neun bis zwölf reihen sich die gleichfalls „befriedigenden“ Sava Eskimo HP2 („geringer Spritverbrauch“), Toyo Observe S 944 („Bestnote auf Eis“), Pirelli Cinturato Winter („Bestnote auf Schnee“) und der Giti Winter W1 („gut auf Schnee“) ein. Bei allen vier Produkten verhindern die von den Testern festgestellten „Schwächen auf trockener Fahrbahn“ eine bessere Platzierung.

Nur die Gesamtnote 3,7 – und damit ein „ausreichend“ – fährt der Semperit Speed-Grip 3 ein. „Besonders gut auf Schnee, schwach auf trockener Fahrbahn“, so das Urteil der Tester. Mit der Bewertung „mangelhaft“ müssen sich die beiden Testschlusslichter, der King Meiler Winter Tact WT81 (Gesamtnote: 5,4) und der Tristar Snowpower HP (Gesamtnote: 5,5), abfinden. Während der King Meiler als runderneuerter Reifen mit der Bestnote beim Verschleiß aufwarten kann, sieht ihn der ADAC „sehr schwach auf Nässe“. Zudem soll er vergleichsweise laut sein. Beim Tristar-Vertreter kritisieren die Tester insbesondere die „sehr schwache Performance auf Nässe und Schnee“.

Wie im Test der AutoBild präsentiert sich der Michelin Pilot Alpin 5 als Referenz im Winterreifen-Segment (Gesamtnote: 2,1). „Sehr ausgewogen mit Bestnoten auf trockener und schneebedeckter Fahrbahn. Gut auf Nässe“, lautet das Urteil für den Testsieger in der 235er SUV-Größe. Wenn überhaupt  eine Schwäche erkennbar ist, dann liegt sie in der Kategorie „Abrollgeräusch“. Eigentlich überzeugt das französische Gummi aber auf ganzer Linie.

Das Feld der Verfolger führt überraschenderweise der Esa+Tecar Supergrip Pro (2,7) an. Die Tester des Automobilclubs stellen „Bestnoten auf Eis und beim Verschleiß“ fest. Gut sei auch die Schnee-Performance. Leichte Schwächen werden aber auf trockener und nasser Fahrbahn attestiert. Dahinter gehen die Konzerngeschwister Goodyear UltraGrip Performance + („gut auf Nässe, Schnee und beim Spritverbrauch“, „leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn“) und Dunlop Winter Sport 5 SUV („besonders gut auf trockener Fahrbahn, gut auch auf Nässe“, „leichte Schwächen auf Schnee“) ins Ziel. Es folgen der Vredestein Wintrac Pro („besonders gut auf trockener Fahrbahn, gut auch auf Nässe“, „leichte Schwächen auf Schnee“), der Nokian WR Snowproof („gut auf trockener und schneebedeckter Fahrbahn, „leichte Schwächen auf Nässe und Eis“) und der Bridgestone Blizzak LM005 („Bestnoten auf Nässe und beim Spritverbrauch, gut auf Schnee“, „Schwächen auf trockener Fahrbahn“). Der Japaner bestätigt herausragende Qualitäten auf nasser Fahrbahn – in der 205er Dimension dominiert er, wie zuvor bereits aufgeführt.

Auf Sicht und ebenfalls noch im „empfehlenswerten“ Bereich laufen der Kleber Krisalp HP3 („besonders gut auf Schnee, gut auf Nässe“, „Schwächen auf trockener Fahrbahn“), der Pirelli Winter Sottozero 3 („gut auf Nässe“, „Schwächen auf trockener Fahrbahn sowie auf Schnee und Eis“) der Cooper Discoverer Winter („gut auf Schnee und beim Spritverbrauch“, „Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn“), der Fulda Kristall Control SUV („leisester Reifen im Test“, „Schwächen auf trockener und nasser Fahrbahn sowie auf Schnee“) und der Continental WinterContact TS 850 P („besonders gut auf Nässe", „relativ schwach auf trockener Fahrbahn, etwas schwächer auch auf Schnee“).

Der Semperit Speed-Grip 3 SUV erhält zwar “Bestnoten auf Eis und beim Verschleiß“, ist jedoch offenbar im Test zu schwach auf trockener, nasser und verschneiter Fahrbahn, so dass er abgewertet wird und als nur nicht wirklich empfehlenswert beurteilt wird. 

Weitere Ergebnisse aktueller Winterreifentests lesen Sie hier.

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kle/dw

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