Superior Industries schließt Standort Fußgönheim

Freitag, 15 Mai, 2020 - 13:00
Superior Indsutries beendet die Räderproduktion im Werk in Fußgönheim. Bildquelle: Superior Industries.

Die Superior Industries Europe AG hat heute bekanntgegeben, ihr Werk im rheinland-pfälzischen Fußgönheim zum 30. September 2020 zu schließen. Der Vorstandsvorsitzende Andreas Meyer begründete die Maßnahme mit einer „unzureichenden Wirtschaftlichkeit“ und einer „fehlenden Zukunftsperspektive“.

In einer außerordentlichen Belegschaftsversammlung wurden die Mitarbeiter durch Andreas Meyer, Werksleiter Marco Trautmann und Personalleiterin Iwona Schwilk über die Maßnahme informiert. Zusätzlich zu der ohnehin schwierigen Situation des Standortes habe auch die aktuelle gesamtwirtschaftliche Situation die Unternehmensleitung zu dem Schritt bewogen. „Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben die Automobilzulieferer-Branche in große Bedrängnis gebracht. Davon ist auch Superior Industries betroffen. Durch Maßnahmen wie Kurzarbeit konnten wir unsere Liquidität zunächst sicherstellen. Da wir zum jetzigen Zeitpunkt jedoch nicht absehen können, wie sich der Markt entwickeln wird und auch der Motorsport im Allgemeinen vor einer ungewissen Zukunft steht, sehen wir uns leider gezwungen, unseren Standort in Fußgönheim zu schließen,“ begründet Meyer den Schritt.

Alternativen, um das Werk zu retten, seien vor der Entscheidung intensiv diskutiert und geprüft worden, versichert das Unternehmen. „Angesichts des steigenden Kostendrucks“ sehe man jedoch keine andere Möglichkeit als die Stilllegung. Superior Industries produziert an dem Standort hauptsächlich Guss- und Schmiederäder, welche insbesondere im Motorsport zum Einsatz kommen. Bereits vorhandene Kundenaufträge sollen soweit möglich bis zur endgültigen Schließung abgeschlossen werden; neue Aufträge werden hingegen nicht mehr angenommen.

Quelle: 

dw

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Superior Industries hat seine Servicezeiten angesichts der Ausbreitung von COVID-19 angepasst. Bildquelle: Superior Industries.

    Auch in Anbetracht der weiteren Ausbreitung von COVID-19 will Superior Industries seinen Service im Aftermarket-Bereich aufrechterhalten. Dies geschehe im Interesse von Kunden und Handelspartnern, teilte das Unternehmen weiter mit. Zum Schutze der Mitarbeiter wird jedoch die telefonische Erreichbarkeit angepasst.

  • Möglicherweise bald Corona-bedingt geschlossen: das Marangoni-Werk in Ferentino. Bildquelle: Marangoni.

    Im Zuge eines vom italienischen Ministerpräsidenten erlassenen Dekrets bereitet sich Marangoni auf eine mögliche Schließung seines Werkes in Ferentino vor. Das Dekret sieht vor, dass alle nicht systemrelevanten Betriebe vorerst geschlossen werden. Ob davon auch das Marangoni-Werk betroffen ist, steht momentan noch nicht fest.

  • Für das Design Antares von ATS stehen neue ECE-Anwendungen parat. Bildquelle: Superior Industries.

    ATS, eine Marke von Superior Industries, hat die Produkttiefe bei dem Leichtmetallrad Antares erweitert. Mit der neuen Lochkreis-Variante LK5/114,3 ergeben sich laut Unternehmensangaben ECE-Anwendungen für weitere Fahrzeugmodelle. Das Rad der Design-Linie von ATS steht auch in der neuen Variante in „polar-silber“ und in „diamant-schwarz“ bereit.

  • "Metallic-bronze frontpoliert" ist eine von drei Lackierungen in denen Alutec das neue ADX.01-Rad anbietet. Bildquelle: Superior Industries.

    Die zu Superior Industries gehörende Felgenmarke Alutec ergänzt ihr Sortiment um das neue Leichtmetallrad Felge ADX.01. Alutec offeriert die Felge mit den fünf Doppelspeichen zunächst als 18-, 19- und 20-Zoll-Variante. In puncto Lackierungen stehen die Varianten „diamant-schwarz frontpoliert“, „metallic-bonze frontpoliert“ und „metallic-platinum frontpoliert“ bereit.