Trelleborg: Stellenabbau trotz „solidem Quartal“

Mittwoch, 24 Juli, 2019 - 09:30
Trellebrog will durch gezielte Personalreduzierungen seine Kosten senken. Bildquelle: Trelleborg

Für das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2019 bilanziert Trelleborg ein insgesamt solides Ergebnis. Das Unternehmen vermeldete einen Nettoumsatz von 9.361 Millionen SEK (umgerechnet ca. 886 Millionen Euro), was einem Plus von sieben Prozent entspricht sowie ein leicht gestiegenes operatives Ergebnis von 1.321 Millionen SEK (umgerechnet ca. 125 Millionen Euro).

Da aber für Teile des Konzerns Nachfragerückgänge erwartet werden, habe man bereits zum Ende des Quartals proaktiv gehandelt und Maßnahmen zur Kostensenkung eingeleitet, heißt es seitens des Unternehmens weiter. Restrukturierungskosten in Höhe von 500 Millionen SEK (umgerechnet ca. 47 Millionen Euro) sollen durch gezielte Personalreduzierung die gesamten Kosten des Unternehmens verringern.

Die Maßnahmen werden auch den Geschäftsbereich Trelleborg Wheel Systems treffen, da die Nachfrage nach Reifen für den Agrarsektor im Laufe des Quartals zurückging. Zwar konnte laut Unternehmensangaben eine Steigerung des Marktanteils im OE-Segment erreicht werden, jedoch habe die Steigerung den Umsatzrückgang im Aftermarket nicht kompensieren können.

„Für das dritte Quartal erwarten wir eine Nachfrage, die auf dem Niveau des zweiten Quartals liegen wird. Der ungünstigere Umsatzmix wird sich jedoch leicht negativ auf das Ergebnis auswirken. Wir beobachten die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin sorgfältig um auf die schwankenden Marktbedingungen bestens vorbereitet zu sein", so Peter Nilsson, President und CEO von Trelleborg.

Quelle: 

dw

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Trelleborg hat eigenen Angaben zufolge ein solides erstes Quartal 2020 erlebt. Bildquelle: Trelleborg.

    Das schwedische Unternehmen Trelleborg hat eigenen Angaben zufolge ein solides erstes Quartal 2020 erlebt. Obwohl sich insbesondere in der zweiten Hälfte des Jahres die Auswirkungen des Coronavirus bemerkbar gemacht hätten, lag der Nettoumsatz mit 9,29 Mrd. SEK (ca. 862 Mio. EUR) nur knapp ein Prozent unter dem Vorjahresniveau (871 Mio. EUR). Für das zweite Quartal erwartet der Konzern deutliche negativere Auswirkungen durch COVID-19.

  • Sieht neben dem Corona-Virus auch im milden Winter einen Grund für den Umsatzrückgang von Nokian Tyres: Hille Korhonen, Präsidentin und CEO von Nokian. Bildquelle: Nokian.

    In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2020 hat der finnische Reifenhersteller Nokian Tyres eigenen Angaben zufolge einen Nettoumsatz von 279,8 Mio. EUR erzielt. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (340,3 Mio. EUR) bedeutet dies ein Minus von 16,5 Prozent. Für den Umsatz-Rückgang sieht Hille Korhonen, Präsidentin und CEO von Nokian Tyres, drei wesentliche Ursachen.

  • Stefan Mayrhofer, Geschäftsführer von Kraiburg Austria, will mit "aktiven Maßnahmen der herausfrodernden Marktsituation bestmöglich entgegenwirken". Bildquelle: Kraiburg Austria.

    Die Corona-Krise stellt die weltweite Wirtschaft branchenübergreifend vor große Herausforderungen. Auch Kraiburg Austria musste seine Produktionskapazitäten zwischenzeitlich anpassen, wie Geschäftsführer Stefan Mayrhofer erläutert. Da jedoch der als systemrelevant geltende Gütertransport weiterhin Reifen benötigt, verfolgt das Unternehmen das Ziel, alle Partner trotz Corona pünktlich mit dem für die Heiß- oder Kalterneuerung benötigten Material zu beliefern.

  • Steht beim spanischen Magazin NMR - Neumáticos y Mecánica Rápida als "Bester Landwirtschaftsreifen 2020" zur Wahl: der TM1000 von Trelleborg. Bildquelle: Trelleborg.

    Das spanische Magazin NMR - Neumáticos y Mecánica Rápida lässt seine Leser über das beste Produkt in acht verschiedenen Kategorien abstimmen. Unter den insgesamt 79 Kandidaten ist auch der ProgressiveTraction-Reifen TM1000 von Trelleborg Wheel Systems, der in der Kategorie "Bester Landwirtschaftsreifen 2020" nominiert ist.