ADAC-Bilanz: 7,4 Prozent aller Pannen wegen Reifenschäden

Freitag, 14 Februar, 2020 - 09:15
Die ADAC-Pannenhilfebilanz 2019 ermittelte in 7,4 Prozent aller Fälle Reifen als Ausfallursache. BIldquelle: ADAV e.V.

Im vergangenen Jahr wurden die ADAC Straßenwachtfahrer und die Mobilitätspartner des Clubs zu rund 3,7 Millionen Einsätzen gerufen. Wie der ADAC mitteilte, seien dies knapp vier Prozent weniger Einsätze als noch 2018, jedoch müssten die ADAC-Mitarbeiter immer noch fast 10.300 Mal am Tag havarierten Autofahrern zu Hilfe eilen. In knapp 278.000 Fällen (7,4 Prozent) waren Schäden an der Bereifung die Ursache für einen ADAC-Einsatz.

Die häufigste Pannenursache war jedoch wie in den vergangenen Jahren ein Problem mit der Autobatterie (knapp 42 Prozent). Dies liege laut ADAC-Angaben insbesondere am mit durchschnittlich 9,5 Jahren sehr hohen Alter der auf deutschen Straßen zugelassenen Fahrzeuge. Weitere vergleichsweise häufige Pannenursachen sind Probleme mit dem Motor bzw. dem Motormanagement (17,4 Prozent) sowie Schäden an Karosserie, Lenkung, Bremsen, Fahrwerk oder Antrieb (15,5 Prozent). Auf Platz vier der Pannenursachen – und damit ebenfalls noch vor der Bereifung  – liegen Defekte an Generator, Anlasser, Beleuchtung und Verkabelung.  

Einen deutlichen Anstieg der eingegangenen Hilfegesuche konnte der ADAC bei E-Autos feststellen. Im Vergleich zum Vorjahr stieg der Hilfsbedarf in dieser Fahrzeugkategorie um über 65 Prozent und lag bei insgesamt rund 3100 Einsätzen. Allerdings merkt der ADAC auch an, dass sich die Anzahl zugelassener E-Autos zum 1. Januar 2019 auf mehr als 83.000 Fahrzeuge verdoppelt hat. Ursächlich für die Panne eines Elektrofahrzeugs sei zudem nicht immer die Antriebsbatterie gewesen, sondern mitunter auch ein geplatzter Reifen oder andere Schäden.

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dw

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