Conti und Corona: Initiativen und Produktionsumstellungen

Donnerstag, 14 Mai, 2020 - 16:15
Mehr als 30 Kollegen haben sich am spanischen Continental-Standort Rubí der Initiative „Coronavirus Makers“ angeschlossen und produzieren zertifizierte medizinische Gesichtsvisiere in Kleinserie mittels 3-D-Druckern.

Weltweit engagieren sich Continental-Mitarbeiter gemeinsam gegen die Ausbreitung und die Folgen der Coronavirus-Pandemie, indem sie Unternehmensangaben zufolge im Rahmen verschiedener Initiativen gezielt Hilfe leisten und beispielsweise Schutzausrüstung produzieren.

„Wir sind stolz auf den Zusammenhalt bei Continental, die Initiativen und die Kreativität unserer Mitarbeiter in dieser Krise. Dabei wird einer unserer vier Unternehmenswerte besonders deutlich spürbar: Verbundenheit. Mit Solidarität, Mitgefühl, Empathie und Verantwortungsbewusstsein bewältigen wir die Herausforderungen gemeinsam. Unsere Unternehmenswerte schaffen damit erneut Wert für die Gesellschaft“, sagt Continental-Personalvorstand Dr. Ariane Reinhart. „Indem wir ‚Social Distancing‘ in ‚Distant Socializing‘ verwandeln, also soziale Kontakte im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten und unter Einhaltung der Sicherheitsvorkehrungen gezielt aufrechterhalten, können wir in dieser Krise als globale Gemeinschaft noch enger zusammenwachsen.“

Mitarbeiter in allen Ländern tauschen derzeit über die verschiedenen Continental-Netzwerke, wie beispielsweise Projektgruppen und interne Kollaborationsplattformen, Ideen aus und starten Projekte, um anderen Menschen weltweit zu helfen. So haben sich am spanischen Continental-Standort Rubí laut Conti-Angaben mehr als 30 Beschäftigte der Initiative „Coronavirus Makers“ angeschlossen, um ihr Wissen für die Produktion von medizinischen Schutzmaterialien zur Verfügung zu stellen. Die Mitarbeiter produzieren in ihren Privatwohnungen mithilfe firmeneigener und privater 3-D-Drucker zertifizierte medizinische Gesichtsvisiere in Kleinserie. Auch weitere Standorte in Europa, Asien und den USA sind in Netzwerken aktiv, die gemeinsam Teile für die in Krankenhäusern benötigten medizinischen Gesichtsmasken produzieren. Am Standort Regensburg haben Mitarbeiter einen Aufsatz für Türgriffe konstruiert und per 3-D-Druck selbst gefertigt. Mithilfe dieses Aufsatzes können Türen mit dem Unterarm geöffnet werden, ohne mit den Händen den Türgriff zu berühren.

Das Continental-Werk in Winchester, Virginia/USA, stellt normalerweise unterschiedliche Folien für die Innen- und Außenausstattung von Pkw und Nutzfahrzeugen her. Die Produktion wurde umgestellt und diese Kompetenz für die Produktion von mehr als 6.000 Gesichtsvisieren pro Tag genutzt, die an örtliche Krankenhäuser, Gesundheitseinrichtungen, Polizeiwachen und Feuerwehren geliefert werden. Weitere Aktivitäten sind laut den Conti-Verantwortlichen in der Konzeption oder in frühen Umsetzungsphasen. Dabei sollen die Nutzung von Continental-Softwarelösungen zur besseren Prognose von Pandemieprozessen, die Verwendung besonderer Oberflächen für einen verbesserten Schutz vor Infektionen und die Entwicklung und Fertigung von Elektronikkomponenten für medizinische Geräte im Fokus stehen.

Um den Mitarbeitern auch während der Pandemie zertifizierte Qualifizierungsmöglichkeiten anzubieten, hat Continental kurzfristig das Angebot des unternehmenseigenen Qualifizierungsinstituts CITT (Continental Institut für Technologie und Transformation) auf die Anforderungen der Krise umgestellt. Im vergangenen Jahr als Institut für Weiterbildungsmaßnahmen im Präsenzunterricht gegründet, wurden im März 2020 alle bestehenden Kurse in das virtuelle Klassenzimmer verlegt und als Online-Format zertifiziert. Unter dem Namen „CITT Mobiles Lernen“ können so die begonnenen Weiterbildungsmaßnahmen von zu Hause fortgeführt werden. Inzwischen haben mehr als 50 Teilnehmer ihre theoretischen Prüfungen erfolgreich im Homeoffice abgelegt, teilt Conti mit.

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