Conti gründet Institut für Technologie und Transformation

Mittwoch, 17 Juli, 2019 - 09:30
Continental-Personalvorstand Dr. Ariane Reinhart (m.) sieht auch die auch die Mitarbeiter in der Pflicht.

Continental hat zur Qualifizierung seiner Mitarbeiter ein Institut für Technologie und Transformation gegründet. Zum Start liegt der Fokus laut den Verantwortlichen auf der Gruppe der Un- und Angelernten, denen Continental eine IHK-zertifizierte Weiterbildung ermöglicht mit dem Ziel, eine Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiter zu erhalten. Das Angebot des Instituts umfasst die Themenbereiche Industrie 4.0, neue Antriebskonzepte und Digitalisierung. 

„Im Zuge von Elektrifizierung und Digitalisierung werden einfache Tätigkeiten immer mehr durch komplexe Aufgaben ersetzt, die eine Ausbildung erfordern. Diese Veränderungen sind tief greifend und betreffen eine ganze Industrie. Qualifizierung geht daher nur über eine vernünftige Lastenteilung: Politik, Sozialpartner und Unternehmen müssen an einem Strang ziehen. Vor allem sind aber auch die Mitarbeiter in der Pflicht. Mit unserem Institut bieten wir ihnen die Rahmenbedingungen für eine eigenverantwortliche Entwicklung und den Erhalt ihrer Beschäftigungsfähigkeit“, sagt Conti-Personalvorstand Dr. Ariane Reinhart. Das Unternehmen steuert mit dem Continental Institute of Technology and Transformation (CITT) eigenen Angaben zufolge aktiv den Transformationsprozess, in dem sich die gesamte Automobilbranche derzeit befindet. Das Institut wurde in Zusammenarbeit mit dem Continental-Konzernbetriebsrat, der IG Metall und der IG Bergbau, Chemie, Energie konzipiert.

Die prognostizierten Kosten für eine bedarfsgerechte Qualifizierung bezeichnet der Konzern als gewaltig. Sie setzen sich aus Lehrgangs- und Arbeitsausfallkosten zusammen. „Die Qualifizierung der Mitarbeiter ist eine Aufgabe von historischer Dimension. Wir tragen als Unternehmen die Verantwortung, können aber eine bedarfsgerechte Qualifizierung nicht allein leisten. Wenn wir nur 20 Prozent unserer Mitarbeiter in Deutschland neun Monate lang qualifizieren wollen, kostet uns das eine Milliarde Euro“, so Reinhart.

Lesen Sie einen ausführlichen Artikel in der Print-Ausgabe.

 

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Mehr als 30 Kollegen haben sich am spanischen Continental-Standort Rubí der Initiative „Coronavirus Makers“ angeschlossen und produzieren zertifizierte medizinische Gesichtsvisiere in Kleinserie mittels 3-D-Druckern.

    Weltweit engagieren sich Continental-Mitarbeiter gemeinsam gegen die Ausbreitung und die Folgen der Coronavirus-Pandemie, indem sie Unternehmensangaben zufolge im Rahmen verschiedener Initiativen gezielt Hilfe leisten und beispielsweise Schutzausrüstung produzieren.

  • Trotz Corona-bedingtem Ausfall der Taipei Cycle Show wurden die d&i-Awards vergeben. Bildquelle: Conti.

    Zwar musste die Taipei Cycle Show aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt werden, doch die alljährlich auf der Messe verliehenen d&i-Awards wurden dennoch vergeben. Mit einem solchen Award in Gold wurde in diesem Jahr der Fahrradreifen Urban Taraxagum von Continental ausgezeichnet.

  • Der Spin-Off inklusive Börsennotierung der Antriebssparte erfolgt aufgrund der anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten nicht mehr in diesem Jahr. Bildquelle Conti

    Aufgrund der Coronavirus-Pandemie und der damit verbundenen anhaltenden wirtschaftlichen Unsicherheiten hat der Continental-Vorstand beschlossen, den geplanten Spin-Off samt Börsennotierung der Antriebssparte Vitesco Technologies in diesem Jahr nicht mehr durchzuführen. Dieser Schritt solle vollzogen werden, wenn sich das Marktumfeld dafür spürbar verbessert und gefestigt habe.

  • Seit der Woche nach Ostern läuft die Zweiradproduktion bei Conti wieder. Bildquelle: Continental.

    Die Corona-Pandemie hatte auch der Zweirad-Produktion von Continental in Korbach eine ungewollte Pause beschert. Nachdem das Werk jedoch in der Woche nach Ostern wieder hochfahren konnte, sei die flächendeckende Versorgung des Marktes mit Conti-Motorradreifen gesichert, teilte die Zweiradabteilung des Unternehmens mit.