Conti vereinbart Nachhaltigkeitskomponenten in neuer Kreditlinie

Donnerstag, 5 Dezember, 2019 - 10:15
Die Continental AG hat mit ihren Konsortialbanken eine neue revolvierende Kreditlinie vereinbart.

Die Continental AG hat mit ihren Konsortialbanken eine neue revolvierende Kreditlinie vereinbart. Der Umfang beträgt 4 Milliarden Euro, die Laufzeit 5 Jahre. Laut den Verantwortlichen refinanziert Continental die aktuelle Kreditlinie in Höhe von 3 Milliarden Euro damit vorzeitig. Sie wäre im April 2021 fällig geworden.

Über die Erhöhung der Kreditlinie hinaus hat Continental eigenen Angaben zufolge verbesserte Konditionen vereinbart, sowie sogenannte Nachhaltigkeitskomponenten in der neuverhandelten Kreditlinie berücksichtigt. Dazu zählt beispielsweise die Umstellung des externen Strombezugs auf regenerative Quellen. Damit betritt das Dax-Unternehmen Neuland im Bereich der nachhaltigen Unternehmensfinanzierung (sogenannte Sustainable-Finance). Das Bankensyndikat, das Continental die Kreditlinie zur Verfügung stellt, besteht aus 27 internationalen Banken. Als Konsortialführer agieren BNP Paribas und die Deutsche Bank. Erstere tritt ebenfalls als sogenannter Sustainability-Advisor auf.

„Das Interesse an der Konsortialfinanzierung unserer neuen, mit Nachhaltigkeitskomponenten ausgestatten Kreditlinie war sehr groß. Ihre Syndizierung war deutlich überzeichnet. Die neue Kreditlinie enthält verbesserte Konditionen, die unserer grundsoliden Bilanzstruktur und finanziellen Leistungsfähigkeit Rechnung tragen. Das ist erneut ein starker Beweis für das Vertrauen der Banken in die wirtschaftliche Stärke und Strategie von Continental“, sagt Stefan Scholz, Leiter Finance & Treasury von Continental. Mit Blick auf die Nachhaltigkeitskomponenten der Kreditlinie erläuterte Scholz: „In diesem Jahr hat der Vorstand unsere aktualisierte Nachhaltigkeitsstrategie beschlossen. Durch die Verbindung von Verbesserungen im Nachhaltigkeitsbereich mit unser neuen Kreditlinie haben wir in der Unternehmensfinanzierung eine innovative Möglichkeit gefunden, Continentals Nachhaltigkeitsstrategie weiter zu befördern.“

Die Höhe der Zinszahlungen für die Inanspruchnahme der Kreditlinie hängt ab sofort zusätzlich von einer Verbesserung der Nachhaltigkeitsleistung des Dax-Unternehmens ab. Grundlage hierfür sind jährliche Bewertungen vereinbarter Nachhaltigkeitsleistungen innerhalb der in 2019 neu aufgelegten Nachhaltigkeitsstrategie von Continental. Dazu gehören die Umstellung des externen Strombezugs auf regenerativen Quellen, die Steigerung des Anteils von Frauen in Führungspositionen, die Senkung der Unfallrate und der Krankheitsrate sowie die Steigerung des Anteils recycelten Abfalls.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Der neue Scandinavia Extreme HD3 ist hauptsächlich für den Einsatz in den harten Wintern Schwedens, Norwegens und Finnlands vorgesehen. Bildquelle: Conti.

    Für den Gütertransport und für Reisebusse in Regionen mit extremen Winterbedingungen bringt Continental eine neue Bereifungs-Option auf den Markt. Der Scandinavia Extreme HD3 empfehle sich laut Unternehmensangaben besonders für Lkw mit nur einer Antriebsachse. Zum Einsatz kommen soll der neue Reifen hauptsächlich in Schweden, Norwegen und Finnland.

  • Ausgefeiltes Thermomanagement erhöht die Reichweite von E-Fahrzeugen.

    Continental und aft automotive gründen ein Gemeinschaftsunternehmen zur Produktion von Kupplungen aus Hochleistungskunststoffen. Eine Vereinbarung über ein sogenanntes paritätisches Joint Venture wurden laut Angaben beider Unternehmen unterzeichnet.

  • Edwin van der Stad ist seit März als Vice President OE Europe für Nexen tätig. Bildquelle: Nexen.

    Der koreanische Reifenhersteller Nexen Tire hat einen wichtigen Management-Posten neu besetzt. Bereits im März wurde Edwin van der Stad zum neuen Vice President OE Europe ernannt. In seiner neuen Position soll der Niederländer die Expansionspläne von Nexen vorantreiben und die Marktpräsenz des Unternehmens in Europa ausbauen.

  • Im Zuge ihrer strukturellen Transformation 2019 – 2029 schließt die Continental AG ihre Standorte in Rubí (Spanien) und Nogales (Mexiko). Bildquelle: Conti.

    Die Continental AG treibt ihr Strukturprogramm „Transformation 2019 – 2029“ weiter voran. Im Zuge dessen hat der Aufsichtsrat des Unternehmens dem Beschluss des Vorstandes zugestimmt, die Standorte Rubí (Spanien) und Nogales (Mexiko) zu schließen.