Continental: Brennstoffzellenlabor eingeweiht

Donnerstag, 18 Juli, 2019 - 15:45
Neuer Hochleistungsprüfstand zur Brennstoffzellen-Forschung an der TU Chemnitz eingeweiht. (v.l.)Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Rektor der TU Chemnitz, Stephan Rebhan, Leiter Powertrain Technology & Innovation (Continental), Martin Dulig, Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates Sachsen sowie Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Inhaber der Professur Alternative Fahrzeugantriebe an der TU Chemnitz.

Die Division Powertrain von Continental baut den Bereich Brennstoffzellentechnologie weiter aus. Im Rahmen einer strategischen Kooperation mit der Technischen Universität Chemnitz, Professur für Alternative Fahrzeugantriebe (ALF), wurde am 17. Juli das neu eingerichtete Brennstoffzellenlabor für Brennstoffzellentechnologie eingeweiht.

Die Einweihung erfolgt durch Martin Dulig, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) sowie Stellvertretender Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Stephan Rebhan, Leiter Powertrain Technology & Innovation von Continental, dem Rektor der TU Chemnitz, Prof. Dr. Gerd Strohmeier, Prof. Dr. Thomas von Unwerth, Inhaber der Professur ALF an der TU, sowie Miko Runkel, Bürgermeister der Stadt Chemnitz. Bereits im Februar war mit der Aufstellung eines großen Wasserstofftanks (H2-Tank) als Teil der Laborausstattung der Professur ALF eine zentrale Voraussetzung für umfangreichere Messaufgaben geschaffen worden. Durch die Zusammenarbeit mit Continental als dem größten industriellen Partner innerhalb des Innovationsclusters „HZwo – Antrieb für Sachsen“ hat mit dem neuen Fuel-Cell-Werkstofflabor auf dem TU-Campus laut den Verantwortlichen nun eines der modernsten H2-Labore in Deutschland den Betrieb aufgenommen.

“Brennstoffzellen auf Basis von Wasserstoff haben das Potenzial, ein wichtiger Teil des künftigen Mobilitäts-Mix zu werden. Deshalb intensivieren wir die Forschung und Entwicklung auf diesem Feld”, sagt Stephan Rebhan, Leiter Technologie & Innovation bei Continental, Bereich Powertrain. “Mit der TU Chemnitz haben wir einen hervorragenden Partner für die Erprobung von Werkstoffen, Komponenten und ganzen Brennstoffzellensystemen gewonnen. Diese Kooperation setzt eine lange Reihe erfolgreiches Zusammenarbeiten mit technischen Hochschulen fort, die bei Continental Tradition hat”, so Rebhan weiter. „Die spezielle technische Ausstattung des Labors sucht in der universitären Landschaft europaweit ihresgleichen“, so Prof. Dr. Thomas von Unwerth. „Herz der neuen Anlage ist ein Hochleistungsprüfstand zum dauerhaften Test von Antriebsleistungen bis zu 150 Kilowatt. Zukünftig besteht außerdem die Option, den Prüfstand bis auf 300 kW umzurüsten. Damit werden an der TU Chemnitz die Grundlagen für die Entwicklung von Brennstoffzellen und Brennstoffzellensystemen der nächsten Generation gelegt.“ Im Sinne des Netzwerkgedankens können auch Drittfirmen das Labor nutzen.

Elektroantriebe mit Brennstoffzelle werden als wichtige Option vor allem für größere Fahrzeuge und Nutzfahrzeuge mit hoher Reichweite erwartet. Um die Leistungsfähigkeit der Brennstoffzelle unter verschiedenen Bedingungen zu testen, ist der neue Prüfstand nach Unternehmensangaben in der Lage, wechselnde Umweltbedingungen und Auslastungen zu simulieren, was für die Einschätzung der Leistungsfähigkeit einer Wasserstoffbrennstoffzelle essentiell ist. Die Tests erfolgen bei verschiedenen Temperaturen, Druckverhältnissen und Luftfeuchtigkeiten sowie mit Simulation verschiedener Belastungen, wie Fahrten im Gebirge oder mit zusätzlichem Gewicht. Erste Messaufgaben im Rahmen von Forschungsprojekten rund um Werkstoffe für Brennstoffzellen laufen bereits und schaffen Grundlagen für die Serienfertigung von effizienten und wirtschaftlichen Bauteilen und Komponenten. Als Vertreter der Landesregierung bestätigt Staatsminister Dulig, dass es ein elementares strategisches Interesse für die Region sei, den Wandel hin zur Elektrifizierung der Mobilität aktiv mitzugestalten und damit eine Erfolgsgeschichte weiterzuschreiben. Er betont dabei die Bedeutung der Antriebstechnik gerade in Sachsen für die Wettbewerbsfähigkeit, Innovationskraft und Beschäftigung in der mittelständischen Wirtschaft.

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