DAT-Report 2020: „Positive Einstellungen zum Automobil überwiegen“

Mittwoch, 22 Januar, 2020 - 12:15
Der DAT-Report 2020 stellt "positive Einstellungen zum Automobil" fest. Bildquelle: DAT.

Der DAT-Report 2020 beschäftigt sich mit der Beziehung zum eigenen Automobil, der Akzeptanz von Car-Sharing- und Auto-Abo-Angeboten sowie dem Thema Elektromobilität. Auch der Autokauf und der Werkstattbesuch werden ausführlich behandelt. In der Beurteilung der Automobilen Ausgangslage stellt der DAT-Report fest, dass positive Einstellungen zum Automobil überwiegen.

Von den befragten Neu- und Gebrauchtwagenkäufern sowie Pkw-Haltern gaben rund 80 Prozent an, dass ihnen Autofahren Spaß mache. Zudem erklärten 84 Prozent der Pkw-Halter, dass sie sich ohne Auto in ihrer Mobilität eingeschränkt fühlen. Bei Neu- und Gebrauchtwagenkäufern lag der Wert sogar noch etwas höher. Gleichzeitig beklagen 80 Prozent der Pkw-Halter ein hohes Verkehrsaufkommen und immer mehr Staus.

Des Weiteren sei die Ausgabebereitschaft für emissionsärmere Pkw gestiegen. 68 Prozent der Neu- und 58 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer würden mehr Geld für ein Fahrzeug mit geringerem Kraftstoffverbrauch ausgeben. Für Fahrzeuge mit weniger CO₂-Emissionen bestätigten 53 Prozent der Neu- und 39 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer eine höhere Ausgabebereitschaft. Beim Thema Car-Sharing stellt der DAT zwar eine leicht steigende Tendenz fest, dennoch können sich im Autojahr 2019 nur 16 Prozent der Neuwagenkäufer die Nutzung des Car-Sharings als Alternative zum eigenen Pkw vorstellen. Bei Gebrauchtwagenkäufern liegt der Wert aktuell bei 18 Prozent.

Im Sonderkapitel zu alternativen Antrieben wird neben den tatsächlichen Verkaufszahlen auch die Sicht der Endverbraucher auf E-Autos und Hybridfahrzeuge analysiert. Ein Thema ist dabei das Wissen über alternative Antriebe das insgesamt noch überschaubar ist. So gaben nur 12 Prozent der Neuwagenkäufer an, sich intensiv mit dem reinen E-Auto beschäftigt zu haben (Gebrauchtwagenkäufer: 6 Prozent).

Die Ergebnisse aus dem Werkstattbereich zeigen, dass der Kommunikationsbedarf mit der Werkstatt leicht gesunken ist. So präferierten 2019 nur 57 Prozent (2018: 60 Prozent) vor einer anstehenden großen Inspektion eine ausführliche Dialogannahme. 41 Prozent (2018: 38 Prozent) gaben nur schnell den Schlüssel ab und reduzierten die Kommunikation auf maximal ein kurzes Gespräch inklusive Unterschrift unter den Werkstattauftrag.

Zugleich ist der Wunsch nach einem Kostenvoranschlag ist bei Pkw-Haltern gestiegen (2019 74 Prozent gegenüber 2018 71 Prozent). Auch hat die Bedeutung positiver Internetbewertungen zugenommen, hielten doch 36 Prozent eine positive Internetbewertung bei der Werkstattwahl für wichtig (2018: 31 Prozent). Insgesamt haben vor einem anstehenden Werkstattbesuch wie im Vorjahr nur 15 Prozent der Befragten im Internet nach Informationen gesucht.

Wir berichten ausführlich über die Ergebnisse des DAT-Reports in der März-Ausgabe von AutoRäderReifen-Gummibereifung.

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dw

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