Führungskräfte von Michelin verzichten auf Gehalt

Dienstag, 7 April, 2020 - 11:00
Übt sich ebenso wie seine Kollegen in Gehaltsverzicht: Florent Menegaux, geschäftsführender Gesellschafter und CEO von Michelin. Bildquelle: Michelin.

Nachdem bereits die Mitglieder des Continental-Vorstandes mitgeteilt hatten aufgrund der Corona-Krise auf 10 Prozent ihres Gehalts zu verzichten, werden ähnliche Absichten nun auch aus dem Michelin-Konzern vermeldet. „Als Zeichen der Solidarität“ kürzen die geschäftsführenden Gesellschafter, der Vorstand und der Vorstandsvorsitzende sowie alle unabhängigen Mitglieder des Aufsichtsrats ihre Bezüge.

Florent Menegaux und Yves Chapot, geschäftsführende Gesellschafter der Michelin-Gruppe, wollen ihre Bezüge für April und Mai 2020 um rund 25 Prozent kürzen. Alle weiteren Vorstandmitglieder kürzen ihre Bezüge im gleichen Zeitraum freiwillig um 10 Prozent. Der Gehaltsverzicht soll so lange andauern wie die Michelin-Mitarbeiter aufgrund von COVID-19 in Kurzarbeit tätig sind.

Die geschäftsführenden Gesellschafter haben zudem angeboten, auf einen Teil ihrer variablen Vergütungen zu verzichten. Darüber soll auf der Jahreshauptversammlung entschieden werden, die am 23. Juni 2020 hinter verschlossenen Türen stattfindet. Die Aufsichtsratsmitglieder um den Vorsitzenden Michel Rollier kündigten darüber hinaus an, 25 Prozent ihrer im Jahr 2020 erhaltenen Sitzungsgelder an Stiftungen zu spenden, die sich im Kampf gegen das Coronavirus engagieren.

Quelle: 

dw

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Auch Michelin sagt seine Teilnahme an der THE TIRE COLOGNE ab.

    Der nächste Big Player sagt seine Präsenz am Branchenevent THE TIRE COLOGNE ab: Michelin hat aus Gründen der Mitarbeiterfürsorge den Messe-Veranstaltern bereits mitgeteilt, angesichts der Corona-Pandemie auf eine Teilnahme zu verzichten.

  •  Michelin und Conti bieten den „größten Spaßfaktor“.

    Um Autofahrern einen Überblick über die Leistungsstärke im Breitreifen-Segment zu verschaffen, haben die AutoBild-Tester Henning Klipp und Dierk Möller neun Straßenprofile und einen Semislick getestet. Die Vertreter von Conti und Michelin entpuppen sich dabei als die stärksten im Test. Neben drei „guten“ und drei „befriedigenden“ Reifen, gibt es für einen Pneu auch das Prädikat „nicht empfehlenswert“.

  • Michelin verzeichnete im ersten Quartal 2020 einen Umsatzrückgang von 8,3 Prozent. Bildquelle: Michelin.

    Reifenhersteller Michelin hat seine Ergebnisse für die ersten drei Monate des Jahres 2020 vorgelegt. Bedingt durch einen weltweiten Rückgang der Nachfrage im Reifenmarkt sei der Umsatz um 8,3 Prozent gesunken, teilte das Unternehmen mit. Auch wenn die weiteren Auswirkungen der Pandemie bisher nicht seriös abzuschätzen seien, sieht die Konzern-Leitung die Michelin-Gruppe dennoch finanziell ausreichend gut aufgestellt, um der Krise zu begegnen.

  • Unter anderem dank der Testergebnisse des Pilot Sport 4S wird Michelin von der AutoBild zum "Sommerreifenhersteller des Jahres" gekürt. Bildquelle Michelin.

    Die AutoBild hat erneut die Ergebnisse ihrer sämtlichen Sommerreifentests (AutoBild, AutoBild Sportscars, AutoBild Allrad und Reisemobil) ausgewertet und so den „Sommerreifenhersteller des Jahres“ ermittelt. Michelin landet dabei auf Platz eins gefolgt von Vredestein. Den dritten Platz teilen sich die Hersteller Continental und Goodyear. Für die diesjährige Auswertung wurde erstmals eine andere Bemessungsgrundlage herangezogen