KW unterstützt „Entwicklung KI-basierter Fahrwerksregelung“

Dienstag, 28 Juli, 2020 - 10:00
Michael Rohn ist als Fachbereichsleiter in der Fahrwerkentwicklung der Projekt-Verantwortliche bei KW. Bildquelle: KW automotive.

Die Bundesregierung fördert im Rahmen der „Strategie für Künstliche Intelligenz“ den Transfer der Grundlagenforschung in die Wirtschaft. Davon profitiert auch das Projekt „Entwicklung KI-basierter Fahrwerksregelung“, bei dem der Fahrwerkhersteller KW automotive und das „Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e. V. (DLR)“ zusammenarbeiten.

KW ist seit dem Frühjahr 2020 Partner des Gemeinschafts-Projekts, das seitens des Bundeministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) mit einem Millionenbetrag unterstützt wird. „Ziel des Projekts ist es, eine stärkere Automatisierung des Regler-Auslegungsprozesses und gleichzeitig eine bessere Regelgüte für semi-aktive Feder-Dämpfer-Einheiten im Fahrwerksbereich zu erreichen. Hierfür sollen auf der Basis von realen Messdaten sowohl für die Modellgewinnung als auch für die Parametrierung des Reglers intelligente Lernverfahren – sogenanntes Supervised Learning und Reinforcement Learning – zum Einsatz kommen“, erklärt KW-Entwicklungsingenieur Michael Rohn.

Durch den gezielten Einsatz von KI-Algorithmen sollen komplexe nichtlineare Zusammenhänge im Gesamtfahrwerk erfasst werden. Mittels maschinellen Lernens soll dann wiederum langfristig die Fahrzeugabstimmung automatisiert werden. „Wir arbeiten sozusagen direkt am selbstlernenden KW Gewindefahrwerk von Übermorgen, bei dem sich die Dämpfung autonom abstimmt“, sagt Rohn. KW unterstützt im Rahmen des Projekts auch die Fahrwerk-Prototypenfertigung, die Auslegung der Abstimmparameter für die KI auf dem Fahrdynamikprüfstand, die Testfahrten sowie die Evaluation.

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dw

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