Lanxess erreicht Jahresziel

Mittwoch, 11 März, 2020 - 09:30
Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat eigenen Angaben zufolge das Geschäftsjahr 2019 erfolgreich abgeschlossen.

Der Spezialchemie-Konzern Lanxess hat eigenen Angaben zufolge das Geschäftsjahr 2019 erfolgreich abgeschlossen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 3,3 Prozent auf 1,019 Milliarden Euro. Damit liegt das Ergebnis laut den Verantwortlichen wie prognostiziert etwa in der Mitte der Bandbreite von 1,00 bis 1,05 Milliarden Euro. Im Vorjahr hatte der Konzern ein Ergebnis von 986 Millionen Euro erwirtschaftet.

Die starken Ergebnisse in den Segmenten Advanced Intermediates, Specialty Additives und Performance Chemicals glichen den Rückgang im Segment Engineering Materials - verursacht insbesondere durch die schwache Nachfrage aus der Automobilindustrie - aus, heißt es in einer Konzern-Mitteilung. Vorteilhafte Wechselkurseffekte, vor allem aus dem US-Dollar, unterstützten das Ergebnis. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen für das Gesamtjahr erreichte erstmals in der Unternehmensgeschichte 15,0 Prozent, nach 14,4 Prozent im Vorjahr. „Nach unserer Neuausrichtung haben wir im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld des Jahres 2019 die erste echte Bewährungsprobe bestanden. Lanxess ist profitabler und stabiler denn je“, so Matthias Zachert, Vorstandsvorsitzender der Lanxess AG. „Selbst in diesen herausfordernden Zeiten haben wir unsere Marge auf einen neuen Höchstwert gesteigert und die finanzielle Basis für neue Wachstumsprojekte weiter gestärkt. 2020 widmen wir uns besonders dem margenstarken Bereich Consumer Protection und neuen Anwendungen im Bereich Batterietechnologie.“ 

Den Geschäftsbereich Leather weist Lanxess zum 31. Dezember 2019 als nicht fortgeführtes Geschäft aus. Umsatz und operatives Ergebnis – sowie die entsprechenden Vorjahreswerte – wurden angepasst. Im Rahmen der strategischen Neuausrichtung erwägt der Konzern, den Geschäftsbereich zu veräußern. 2019 hatte LANXESS bereits das Chromchemikalien-Geschäft und seinen Anteil an der Chromerzmine abgegeben. 

Der Konzernumsatz von Lanxess lag mit 6,802 Milliarden Euro in etwa auf Vorjahresniveau (6,824 Milliarden Euro). Das Konzernergebnis aus fortzuführendem Geschäft lag bei 240 Millionen Euro und damit um 14,9 Prozent unter dem Vorjahreswert von 282 Millionen Euro. Belastet wurde es insbesondere durch Sonderaufwendungen für die Neuausrichtung des Organometall-Geschäfts.

Das Unternehmen will künftig einen stärkeren Fokus auf verbrauchernahe Schutz-Produkte legen und passt daher ab sofort seine Segmentstruktur an. Die Geschäftsbereiche Saltigo, Liquid Purification Technologies und Material Protection Products bilden das neue Segment Consumer Protection. Zum Portfolio dieses Segments zählen beispielsweise Wirkstoffe für die Agro- und Pharmaindustrie, für Insektenabwehrpräparate und Desinfektionsmittel sowie Technologien zur Aufbereitung und Reinigung von Wasser. Das Segment Consumer Protection tritt an die Stelle des bisherigen Segments Performance Chemicals. Gleichzeitig wird der Geschäftsbereich Inorganic Pigments ab sofort im Segment Advanced Intermediates geführt. Die Berichterstattung wird zum ersten Quartal 2020 entsprechend umgestellt.

Für das Geschäftsjahr 2020 rechnet Lanxess mit einer stabilen operativen Geschäftsentwicklung. Durch Effekte aus der Coronavirus-Epidemie erwartet der Konzern jedoch im Gesamtjahr eine Belastung des operativen Ergebnisses zwischen 50 und 100 Millionen Euro. Insgesamt rechnet Lanxess daher mit einem EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 900 Millionen Euro und 1,0 Milliarde Euro. Für das erste Quartal 2020 geht der Spezialchemie-Konzern derzeit von Belastungen aus der Coronavirus-Epidemie von rund 20 Millionen Euro aus.

Lanxess teilte darüber hinaus mit, dass Frederique van Baarle (48) zum 1. Juni 2020 die Leitung des Geschäftsbereichs High Performance Materials beim Spezialchemie-Konzern übernimmt. Das Portfolio des Geschäftsbereichs umfasst vor allem Hochleistungskunststoffe für die Automobil- und Elektroindustrie. Die Niederländerin leitet derzeit den Konzernbereich Global Procurement and Logistics. Frederique van Baarle tritt damit die Nachfolge von Michael Zobel (50) an, der zum 1. Juni 2020 die Leitung des Lanxess-Tochterunternehmens Saltigo übernimmt.

Frederique van Baarle begann im Jahr 2000 nach einem betriebswirtschaftlichen Studium, einem MBA-Abschluss und als Absolventin der französischen Wirtschaftshochschule INSEAD ihre berufliche Laufbahn in der Chemiebranche bei der niederländischen Royal DSM. Dort hatte sie verschiedene Management-Funktionen inne. Im Jahr 2011 kam sie zu Lanxess und übernahm in den Geschäftsbereichen High Performance Elastomers (jetzt ARLANXEO) und High Performance Materials verschiedene Management-Positionen im Vertrieb und Marketing. Seit Dezember 2018 führt van Baarle den globalen Einkauf des Konzerns.

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