LKQ Europe sieht Chancen auf Erholung des Werkstattgeschäfts

Montag, 27 April, 2020 - 15:00
LKQ Europachef Arnd Franz sieht Chancen auf Erholung des Werkstattgeschäfts.

Autoersatzteilehändler LKQ Europe sieht Chancen auf eine Erholung des Werkstattgeschäfts Ende des zweiten, Anfang des dritten Quartals. „Ich gehe davon aus, dass wir 2020 auf jeden Fall einen Rückgang gegenüber 2019 sehen werden“, sagt LKQ Europachef Arnd Franz aber gegenüber der „Automobilwoche“.

LKQ beliefert eigenen Angaben zufolge täglich über 15.000 Werkstätten in Deutschland. Das Unternehmen unterstütze diese Betriebe auch bei der Beantragung von Fördermitteln und Liquiditätshilfen, die Bund und Länder wegen der Coronavirus-Krise zur Verfügung stellen. Arnd Franz hierzu: „In vielen Fällen unterhalten wir jahrelange Geschäftsbeziehungen zu unseren Kunden und wollen dabei helfen, dass gesunde Betriebe jetzt nicht in Bedrängnis kommen, nur weil der Antragsweg stockt.“ Dazu stellt LKQ Europe den Werkstätten eine Bestätigung der Geschäftsbeziehung als Bonitätsauskunft zur Verfügung. Diese kann dann mit dem Förderantrag bei der Hausbank eingereicht werden. Franz sieht die Gefahr, dass Banken nur zögerlich die 10 bis 20 Prozent Restrisiko bei den Krediten übernehmen.

An der größten Investition in diesem Jahr, dem Bau eines neuen Zentrallagers für die Niederlande, hält LKQ Europe fest. „Dafür stellen wir einen mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Betrag bereit. Unsere Planung sieht vor, dieses Projekt bis Ende des Jahres abzuschließen. Daran ändert sich nichts“, so Franz. Andere Investitionen stünden angesichts der Krise aber auf dem Prüfstand – „nicht nur wegen der Kapazitätsanpassung, sondern auch zur Liquiditätssicherung."

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