Michelin: Luftloser Reifen kommt 2024

Donnerstag, 6 Juni, 2019 - 13:15
Michelin hat in Montreal den gemeinsam mit General Motors entwickelten Pkw-Reifen-Prototyp Michelin Uptis vorgestellt.

Michelin hat auf dem Weltgipfel für nachhaltige Mobilität Movin’On den gemeinsam mit General Motors entwickelten Pkw-Reifen-Prototyp Uptis (Unique Puncture-proof Tire System) vorgestellt. Der Hersteller teilt mit, der seriennahe, luftlose Konzeptreifen vereine "nahezu unfehlbaren Pannenschutz mit hervorragenden Fahreigenschaften und der markentypischen Energieeffizienz auf höchstem Niveau".

Der Prototyp ist bereits auf dem Elektro-Pkw Chevrolet Bolt im Testeinsatz. Noch dieses Jahr sollen erste Versuche im öffentlichen Straßenverkehr in Michigan folgen. Der Marktstart des Michelin Uptis auf den ersten Pkw-Modellen ist für 2024 geplant. „Der Uptis beweist eindrucksvoll, dass die Michelin Vision von nachhaltiger Mobilität ein erreichbarer Traum ist“, sagte Florent Menegaux, CEO der Michelin Gruppe, zur Weltpremiere auf der Movin’On. „Die enge Zusammenarbeit mit Partnern wie GM, die wie wir den Wandel der Mobilität vorantreiben wollen, bringt uns einen großen Schritt nach vorne.“

Michelin präsentiert mit dem Uptis die nächste Entwicklungsstufe des 2017 vorgestellten Michelin Vision Concept. Die Rad-Reifen-Kombination besteht aus einer fest verbundenen Einheit aus Aluminium, Kompositmaterialien und Gummilauffläche. Beim Michelin Uptis ist laut Unternehmensangaben die leichte Aluminiumfelge über flexible, hochresistente Kunststoffspeichen untrennbar mit der profilierten Lauffläche verbunden. Die widerstandsfähigen Speichen aus Polyesterharz und Glasfaser soll für ausgezeichnete Tragfähigkeit sorgen und schwingungsdämpfend im Fahrbetrieb wirken. Da der Uptis völlig ohne Luftdruck auskomme, sei er pannensicherer als konventionelle Reifen und biete dadurch ein besonders hohes Maß an Mobilität und Zuverlässigkeit. Nach der schnellen und einfachen Montage sei zudem keine weitere Luftdruckkontrolle notwendig, was den Reifen praktisch wartungsfrei mache. 

„Der Michelin Uptis zeichnet sich darüber hinaus durch vorbildliche Umwelteigenschaften aus: Aktuell werden pro Jahr rund 200 Millionen Reifen ausgetauscht, obwohl sie noch längst nicht das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben. Grund dafür sind Beschädigungen, die auf zu niedrigen Reifendruck oder Druckverlust nach einer Stichverletzung zurückgehen. Das ist mit dem luftlosen Michelin Uptis kein Thema mehr“, sagt Eric Vinesse. Auch erfülle der Michelin Uptis bereits die Anforderungen des Straßenverkehrs von morgen, der von autonomen, elektrischen und vernetzten Fahrzeugen bestimmt werde. Michelin hat in den Michelin Uptis eigenen Angaben zufolge zehn Jahre Forschung investiert und bereits 15 Patente auf den Konzeptreifen angemeldet.

Quelle: 

kle

Rubrik: 

Themen, die Sie interessieren könnten

  • Um die vielen Helfer im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen, stellt Michelin Rettungsdiensten und Krankentransporten im Fall einer Reifenpanne kostenfrei Ersatzreifen zur Verfügung.

    Um die vielen Helfer im Kampf gegen das Coronavirus zu unterstützen, stellt der Reifenhersteller Michelin Rettungsdiensten und Krankentransporten im Fall einer Reifenpanne kostenfrei Ersatzreifen zur Verfügung. Der Pannenservice und die Umrüstung der Fahrzeuge kann deutschlandweit entweder als Mobilservice oder in einer der mehr als 350 Euromaster-Filialen erfolgen, die weiterhin geöffnet bleiben werden.

  • Sportliche Fahrzeuge stellen höchste Ansprüche an ihre Gummis. Bildquelle: GB.

    In einem Sommerreifentest hat das Magazin Sportauto insgesamt zehn Profile für sportliche Boliden „klassen- und witterungsübergreifend“ gegeneinander antreten lassen. An den Start gingen drei Semi-Slicks beziehungsweise Cup-Reifen, zwei UUHP-Gummis sowie fünf Vertreter des UHP-Segments. Dies sei laut sportauto nötig gewesen, da „nur so die teils kräftigen Performance-Unterschiede bei unterschiedlichen Fahrbahnbedingungen“ zutage träten.

  •  Michelin und Conti bieten den „größten Spaßfaktor“.

    Um Autofahrern einen Überblick über die Leistungsstärke im Breitreifen-Segment zu verschaffen, haben die AutoBild-Tester Henning Klipp und Dierk Möller neun Straßenprofile und einen Semislick getestet. Die Vertreter von Conti und Michelin entpuppen sich dabei als die stärksten im Test. Neben drei „guten“ und drei „befriedigenden“ Reifen, gibt es für einen Pneu auch das Prädikat „nicht empfehlenswert“.

  • Der Goodyear Eagale F1 Asymmetric 5 gewinnt den Sommerreifen-Test der auto motor sport. Bildquelle: Goodyear.

    In ihrem aktuellen Sommerreifen-Test hat die auto motor sport elf Sommerreifen überprüft, um „die besten Reifen für die dynamische Mittelklasse“ zu finden. Getestet wurde die Dimension 225/45 R 18 Y, die sich neben dem verwendeten BMW 3er auch für Modelle wie den Audi A4, Honda HR-V sowie Mercedes A-, B- und C-Klasse eignet. Vier Testkandidaten erhielten dabei von der ams-Jury die Note „sehr gut“.